Weibliche Doppelspitze der Frauenklinik Bochum | Herne feierlich eingeführt

Als „standortübergreifendes Erfolgsmodell“ beschrieb Heinz-Werner Bitter, Geschäftsführer der Evangelischen Krankenhausgemeinschaft Herne | Castrop-Rauxel gGmbH die Neuorganisation der Frauenklinik am EvK Herne. Anlass war die offizielle Einführung von PD Dr. Gabriele Bonatz und Luljeta Korca als neue Leitung der Frauenklinik. Neu ist sowohl die Führungsspitze als auch die Organisationsstruktur. PD Dr. Gabriele Bonatz ist nun nicht nur Chefärztin der Frauenklinik der Augusta-Kranken-Anstalt Bochum, sondern auch Chefärztin in Herne. Daraus ergibt sich als innovative Konstruktion die Frauenklinik Bochum | Herne. Die Leitungsaufgaben vor Ort in Herne werden von Abteilungsärztin Luljeta Korca wahrgenommen, während PD Dr. Gabriele Bonatz für strategische Aufgaben zuständig ist.

„Mit dieser Zusammenführung gehören wir in unserem Versorgungsgebiet zu den drei größten Frauenkliniken“, betonte Bitter weiter in seiner Begrüßung. Jährlich werden zur Zeit rund 4.000 Patientinnen von beiden Einrichtungen gemeinsam versorgt. Die Idee einer gemeinsamen Frauenklinik sei bereits 2004 aufgekommen, als das Brustzentrum Bochum | Herne | Hattingen etabliert wurde.

Superintendent Reiner Rimkus betonte in seinem Geleitwort den menschlichen Aspekt der ärztlichen Verantwortung. Er legte den beiden Gynäkologinnen ans Herz, die Verletzlichkeit der ihnen anvertrauten Patientinnen zu achten und stets behutsam damit umzugehen.

Von der Stadt Herne war Bürgermeisterin Dorothea Schulte anwesend, um die beiden Medizinerinnen an ihrer neuen Wirkungsstätte willkommen zu heißen. Sie zeigte sch erfreut angesichts der Tatsache, dass die Führung der Frauenklinik nun in weiblicher Hand liegt. Dies sei vor allem bei Erkrankungen im Beckenbodenbereich von großer Bedeutung. „Da dieses Thema für viele Patientinnen stark schambesetzt ist, wird es gut sein, dass sie in diesem Hause weibliche Ansprechpartner haben“, sagte die Bürgermeisterin.

Die generelle Entwicklung auf dem Gesundheitssektor hatte Prof. Dr. Ulrich Eickhoff, Ärztlicher Direktor des EvK Herne, in seinem Grußwort im Blick. Er stellte heraus, dass sich kein Krankenhaus, keine Abteilung der zunehmenden Forderung nach einer Spezialisierung entziehen könne. Auch die Frauenklink habe dem Rechnung getragen, indem sie nun das Beckenbodenzentrum Ruhrgebiet etabliert habe.

Ein besonders herzliches Willkommen brachte Prof. Dr. Santiago Ewig PD Dr. Gabriele Bonatz und Abteilungsärztin Luljeta Korca entgegen. Da auch er in der Augusta-Kranken-Anstalt als auch am EvK Herne als Chefarzt tätig ist, versicherte er, dass es ohne Probleme möglich sei, sich an beiden Standorten gleichermaßen zu Hause zu fühlen.

Sieghardt Niggemann, Landesbereichsleiter VdAK und AEV, zeigte sich als Vertreter der Kostenträger vor allem von der engen Kooperation der beiden Unternehmen Ev. Krankenhausgemeinschaft und Ev. Stiftung Augusta angetan, wie sie sich nun in dem Zusammenschluss der Frauenklinik Bochum | Herne dokumentiere. „Gerade die Frauenheilkunde ist ein sehr sensibler Bereich, der besonders stark dem Wettbewerb ausgesetzt ist. Da ist eine gute Zusammenarbeit wichtig, um flexibel reagieren zu können“, sagte er.

Chefärztin PD Dr. Gabriele Bonatz betonte in ihrer Ansprache, dass sie an den Erfolg der Konzeption der Frauenklinik Bochum | Herne glaube. „Ich bin mir sicher, dass wir in naher Zukunft die attraktivste Frauenklinik in Herne sein werden“, erklärte sie. Dies bezog sie sowohl auf die räumliche Ausstattung als auch auf das medizinische Leistungsspektrum, das vor allem von Abteilungsärztin Luljeta Korca umgesetzt wird.

Diese bedankte sich in ihrer Rede zunächst einmal bei ihrem Herner Team für die freundliche Aufnahme. Ihre Aufgaben sieht Luljeta Korca in der Stärkung der allgemeinen Gynäkologie und der minimalivasiven Operationstechniken sowie in der Etablierung des Beckenbodenzentrums Ruhrgebiet. Hierfür seien bereits die Grundbausteine der Zusammenarbeit gelegt worden. Der entscheidende Faktor bestehe in dem intensiven Austausch aller beteiligten Fachleute, Mediziner wie auch Therapeuten und Ernährungsberaterinnen. Luljeta Korca machte deutlich, dass es ihr wichtig sei, die Beckenbodenpatientinnen möglichst umfassend zu betreuen. Wirklich erfolgversprechend sei hier nur eine langfristige Therapie, die auch den Zeitraum nach einem Krankenhausaufenthalt mit einschließe.