Seniorenunion sah sich am Kesterkamp um

Mit über 40 Teilnehmern war eine Besuchsdelegation der Senioren-Union Bochum am 16. Oktober ins Altenheim der Evangelischen Stiftung Augusta gekommen: Im Haus am Kesterkamp machten sich die Besucher ein intensives Bild von der Situation der Senioren und der Altenpflege - sowohl im Allgemeinen als auch im Speziellen.

Sie hörten etwas über Personalberechnung und darüber, dass über 60 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Seniorenheim ausgebildete Fachkräfte sind. In vielen Heimen werde wegen des Kostendrucks dieser Prozentsatz nicht annähernd erreicht. Sie hörten auch, dass es personell bei der Betreuung dementer Patienten immer eng sei.

Heimleiter Norbert Bongartz und Annegret Hintz-Düppe, die Leiterin des Zentralen Pflegedienstes der Stiftung sprachen über die allgemeine Situation, über Kosten und die  Ausbildung in der Altenpflege. Es ist so, dass die Finanzierung der Ausbildungsplätze in der Altenpflege über den Pflegesatz erfolgt. Dadurch, dass diese Kosten auf den Pflegesatz umgelegt werden können und müssen, wird Ausbildung praktisch direkt von denen finanziert, denen die Pflege letztlich zugute kommt.

Die Besucher schauten sich mit eigenen Augen im Rahmen einer Führung den Heimalltag am Kesterkamp an, sprachen auch mit Bewohnern. Dr. Olaf Hagen, Chef der benachbarten Geriatrischen Klinik des Augusta informierte über die Möglichkeiten in der Geriatrie

Anschließend gab es viel Zeit für Fragen – und die Gäste waren äußerst aufgeschlossen und interessiert. Es gab sogar Anfragen für den eigenen Bedarf, denn man empfand das Augusta-Heim als besonders helles und freundliches Heim.

„Es war für beide Seiten ein sehr befriedigender Besuch“, bilanzierte Annegret Hintz-Düppe den Nachmittag, der wegen des großen Diskussionsbedarfs erst spät endete. „Wenn Besucher lange bleiben, ist das für uns ein Erfolgsfaktor.“ Zwei der Damen – selbst Mitglieder im Seniorenbeirat der Stadt - regten an, doch unbedingt einmal eine Einladung an dieses Gremium zu schicken. „Dort sind alle sehr interessiert, den Kontakt zur Basis zu halten und zu pflegen.“ Das passte ins Bild.