Viele Besucher beim Tag der offenen Tür

Hinein kommen war ganz einfach: Die Tür der Kurzzeitpflege an der Lindener Augusta-Kranken-Anstalt war offen am letzten Samstagnachmittag. Nicht sperrangelweit natürlich, wegen der Temperaturen draußen und wegen der Energiekosten. Aber man konnte die Tür von außen ganz leicht aufstoßen – und stand dann schon mitten in der adventlichen Ausstellung, die zum Schauen und Stöbern einlud.

Die Damen der Ambulanten Dienste des Augusta hatten zum Tag der offenen Tür in der Kurzzeitpflege eingeladen, während nebenan, im Krankenhaus, das Lindener Zentrum für Altersmedizin und Pflege (LiZAP) seinen 3. Geriatrischen Gesundheitstag veranstaltete. Kompetenz rund um die Altersmedizin, für die das Augusta in Linden unter anderem steht – dazu gehört natürlich auch eine Kurzzeitpflege, die all jene entlastet, die einen lieben Menschen zu Hause pflegen.

„Diese Angehörigen“, erklärt Christiane Alofs von den Ambulanten Diensten, „brauchen einfach hin und wieder eine Auszeit, um sich von den täglichen Anforderungen zu erholen. Und die bieten wir ihnen hier, indem wir ihrem lieben Kranken ein paar Tage ein Ersatz-Zuhause bieten.“

Interessierte Besucher konnten sich im Hause umschauen, sich auch über die Arbeit der Mitglieder des Bochumer Palliativnetzes informieren: der Hospizdienst Mandala, der Hospizverein Wattenscheid und die Ambulante Hospizarbeit Bochum waren ebenso präsent wie die Ambulanten Dienste des Augusta.

In der Cafeteria wurden bei Kaffee und Kuchen viele Gespräche geführt - und später weihnachtliche und andere Geschenk-Artikel erworben. Basar und Cafeteria waren am Nachmittag sehr gut besucht und die Besucher fanden, so Alofs, „dass es bei uns sehr ansprechend und gemütlich ist.“

Zur gut sortierten Adventsausstellung gab es im übrigen auch eine leckere Bratwurst, die draußen gegrillt wurde. Dazu hatte Christiane Alofs kreative Kerzen und Weihnachts-Deko im Angebot und Gabriele Wasserlos kam mit Schneemännern und Engeln aus Holz daher sowie mit Geschenkboxen, Bildern, Ketten und selbstgestrickten Socken. Brigitta Knaut bot Deko-Kissen an, Stofftaschen, Tischdecken und Tischläufer - und Brigitte Hulisz hatte Filzartikel im Angebot, die sie auch regelmäßig auf dem Weihnachtsmarkt in Dahlhausen präsentiert. Außerdem gab es gestickte Weihnachtskarten, Motiv-Weihnachtskarten, Scrap-Book-Geschenkboxen, sowie Swarowski-Ketten und –Anhänger. Sogar Wundertüten für Große konnten käuflich erworben werden.

Eine vorweihnachtliche Überraschung kam allerdings, wenn man mit Einkäufen bepackt das gastliche Haus verlassen wollte: Die beim Hereinkommen so offene Tür zeigte sich plötzlich sehr verschlossen. Die Schließ-Elektronik musste mit der Eingabe eines Codes dazu überredet werden, sich wieder zu öffnen.