Durch Vorbeugung alt werden und jung bleiben

Die Zahl der alten Menschen wächst und mit ihnen die Häufigkeit altersspezifischer Erkrankungen. Weil aber wir alle - früher oder später - alt sein werden, ist es wichtig, etwas zu tun. Wie man durch Vorbeugung „alt werden und jung bleiben“ kann, das zeigten am Samstag die Experten des Lindener Zentrum für Altersmedizin und Pflege (LiZAP) beim 3. Geriatrischen Gesundheitstag in der Augusta-Kranken-Anstalt Bochum-Linden.

„Das steigende Lebensalter der Menschen“, so Dr. Olaf Hagen, Chefarzt der Geriatrischen Klinik am Augusta, „zwingt uns dazu, uns vermehrt mit den Themen Schlaganfall, Herzschwäche und chronisches Asthma auseinander zu setzen.“ Vor allem für die im Alter oft vernachlässigte chronische Bronchitis zeigte Dr. Olaf Hagen Therapiemöglichkeiten auf, die auch bei sehr alten Menschen eine Verbesserung der Lungenfunktion und damit eine Steigerung der Lebensqualität bringen.

Auch der Schlaganfall, der im Alter oft zur Pflegebedürftigkeit führt, sei ein enorm wichtiges Thema: Durch rechtzeitige Behandlung und früh einsetzende Rehabilitation, so Dr. Hagen, sei es möglich, Ausfallerscheinungen zu reduzieren. Die beliebten Kurse zur Sturz-Vorbeugung sind nur ein Beispiel für die Aktivitäten im Augusta.

Im Krnakenhaus  sowie im dazu gehörigen Altenheim am Kesterkamp gab es die Möglichkeit, alle gesundheitsrelevanten Werte zu ermitteln, außerdem Standsicherheit, Knochendichte und Gedächtnisleistung zu testen. Die Ambulanten Dienste des Augusta – auch als Teil des Bochumer Palliativnetzes – waren ebenso dabei wie die modellhafte Senioren-Gruppe „Berg und Tal“, die für ein aktives Seniorenleben und gegen Vereinsamung steht. Der Verein der Freunde und Förderer der Gerontopsychiatrie lud zum Bücherflohmarkt, während nebenan, beim Tag der offenen Tür in der Kurzzeitpflege, gleich noch ein paar Weihnachsgeschenke erworben werden konnten.