Garten der Sinne entsteht an der Tagespflege Hattingen

Schon mehr als ein Anfang ist gemacht für den neuen „Garten der Sinne“, der neben der Kurzzeitpflegestation des Evangelischen Krankenhauses an der Waldstraße entsteht. Mit eigenen Kräften wurde hier ein Bereich gestaltet, der nicht nur den Menschen als Rückzugs-Zone dienen soll, sondern gleichzeitig auch den Bereich hinter dem Haus gestaltet und ordnet: Die gern genutzte Abkürzung über die Wiese ist nun nicht mehr möglich.

Elisabeth Wehrmann, die Leiterin der Einrichtung, stellt bei diesem tollen Projekt die Sinnesanregung für „ihre“ Senioren in den Vordergrund. „Es geht darum, die Körperwahrnehmung der alten Menschen zu stärken“, sagt sie. „Wie fühlen sich zum Beispiel Regen und Wind an?“ Diese Wahrnehmung sei bei demenziell erkrankten Menschen regelrecht verschüttet.

Gerüche und damit verbundene Erinnerungen sollen in dem im Frühjahr entstehenden Kräutergarten erlebbar sein. Die Blumenrabatten mit jahreszeitlich wechselnd blühenden Pflanzen sprechen dann sowohl das Auge als auch die Nase an.

Dadurch, dass der Garten eine Heckenbegrenzung hat, wird der Mobilität und dem Bewegungsdrang demenziell erkrankter Menschen Rechnung getragen. „Hier können die Patienten selbstständig spazieren gehen“, erläutert Dr. Thomas Hulisz, der als Geschäftsführer der Ambulanten Dienste des EvK auch die Tagespflege betreut. Es gebe aber auch genug Platz zum Ausruhen: Sitzgelegenheiten warten im Schatten und in der Sonne.

Der Technische Dienst des EvK hat das Projekt unter der Leitung und nach den Plänen von Karl Otto Meiswinkel und Björn Mühle realisiert. Ein neuer Weg und eine große Terrasse im Grünen wurden von Andreas Schiprowski und seinen Mitarbeitern Jürgen Hauser, Jürgen Rast und Frank Kauert zunächst in rund achtwöchiger Arbeitszeit gestaltet. Die neue Hecke wurde von Schiprowski vor wenigen Tagen angepflanzt.