Ausstellung in der MKG-Ambulanz

Eine spontane Zusage von Dr. Jihan Mohasseb, Chefärztin der Klinik Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (MKG) am Evangelischen Krankenhaus, führte am Mittwoch, 20. Juni, zu einem überfüllten Flur in der MKG-Ambulanz: Lebenshilfe und Volkshochschule präsentierten die Werke von sechs geistig behinderten Malkurs-Absolventen. Mohasseb hatte gesagt: „Ihr dürft bei mir ausstellen.“

Gerwin Düsterloh hatte nicht kommen können, aber Tanja Dahlmann, Marion Gemming, Sabine Göcke, Elvira Gotta, Olivia Löwenstein, Petra Kroll und Klaus Plöchinger vertraten den malenden Kollegen mit viel Spaß.

Es war der erste VHS-Kurs, in dem Menschen mit geistiger Behinderung selbst Erfahrungen mit Farben machen, mit eigener Hand unter Anleitung Bilder malen konnten. Und die Gelegenheit für eine Ausstellung, die Dr. Mohasseb geboten hatte, war ganz sicher nicht nur im EvK eine Premiere.

Rainer Franzen, Vorstandsvorsitzender der Lebenshilfe, hatte eingangs gesagt, dass er noch nie eine Ausstellung eröffnet habe. Dennoch meisterte er seine Aufgabe nahezu professionell, erläuterte einige Bilder, beschrieb, wie sich das „Sonnentor“ beim Betrachten gleichsam für ihn geöffnet habe. Franzens Dank galt schließlich der VHS, deren Leiter Ulrich Möller selbst noch einige Worte an die zahlreichen Anwesenden richtete, vor allem aber Kursleiterin Doro Wustmann, die mit einigen BetreuerInnen diesen neuartigen Malkurs „Malmal!“ ermöglicht hatte – und natürlich auch Dr. Mohasseb.

Die Protagonisten des Nachmittages aber genossen es ganz offensichtlich, einmal richtig im Mittelpunkt zu stehen. Rainer Franzen hatte jeden einzelnen der Kursteilnehmer persönlich vorgestellt – und jeder von ihnen verbeugte sich im aufbrandenden Applaus. Keine Frage: Eine wunderbare Veranstaltung. Die Bilder sind in der MKG-Ambulanz des EvK noch bis zum  18. Juli zu sehen.