Dr. Latka geht in den Ruhestand

Das Studium der Medizin und die Arbeit im Dienst der Menschen haben Dr. Hellmut Latka durch die ganze Republik geführt, bevor er an der Augusta-Kranken-Anstalt in Bochum heimisch wurde. Nun geht der weithin geschätzte Chefarzt der Gefäßchirurgie zum 1. Juli nach beinahe 30 „Augusta-Jahren“ aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in den Ruhestand

Dr. Latka wurde 1944 in Rumburg (Sudetenland) geboren. Von dort mit der Familie nach Kriegsende vertrieben, feierte er seine Einschulung 1950 in Tutzing am Starnberger See. Das Abitur machte der junge Mann am Kaiser-Wilhelm-Gymnasium in Hannover, sein Medizinstudium in Göttingen, an der FU Berlin, in Heidelberg und Freiburg. Nach dem Staatsexamen ging er zur Uniklinik München, später nach Berlin, wo er am Klinikum Steglitz der Freien Universität seine Anerkennung als Facharzt für Chirurgie bekam. Im April 1978 schließlich wurde Dr. Latka Leitender Oberarzt der Klinik für Chirurgie am Augusta Bochum, am 1. Januar 1996 dann Chefarzt der neu aufgebauten Klinik für Gefäßchirurgie

Das diagnostische und therapeutische Angebot seiner Klinik umfasst aktuell das gesamte Spektrum der Gefäßchirurgie - insbesondere die Halsschlagader-Chirurgie, die Bypasschirurgie am Unterschenkel und die Aortenchirurgie. Besondere regionale Bedeutung hat die Klinik erlangt durch eine sehr differenzierte Dialysechirurgie in guter Kooperation mit der Nephrologischen Klinik des Hauses sowie den niedergelassenen Nephrologen und Dialysezentren - mit einem Einzugsgebiet weit über das Ruhrgebiet hinaus.

Seit 1975 ist Dr. Latka verheiratet mit Katharina Latka. Die gebürtige Berlinerin war bis vor kurzem niedergelassene Augenärztin in Bochum. Sohn Matthias arbeitet als Diplomingenieur in Kempten (Allgäu). So kann sich Dr. Latka nun um seine Hobbys kümmern: Bildende Kunst, Musik und Reisen. An die Adresse der Gesundheitspolitik muss er aber zum Abschied aber noch einen Satz sagen: „Ich wünsche mir weniger ‚Patientenverwaltung’ - zu Gunsten einer intensiveren persönlichen Zuwendung gegenüber den kranken Menschen.