Herzinfarktverbund Bochum gegründet - Augusta ist dabei

Krankenhäuser, der Rettungsdienst der Stadt Bochum und niedergelassene Fachärzte haben sich einen Herzenswunsch erfüllt: Die Gründung des „Herzinfarktverbundes Bochum“. Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz stand am 13.Juni 2007 ebenso an der „Wiege“ des neuen Verbundes wie Prof. Dr. Michael Wehr, der Chefarzt der Kardiologischen Klinik des Augusta, und Augusta-Geschäftsführer Ulrich Froese.

Es gehe vor allem darum, dass die Rettungskette funktioniere, erläuterten Dr. Christoph Hanefeld, Leiter des Rettungsdienstes der Stadt Bochum, und Prof. Mügge (St.-Josef-Hospital und Bergmannsheil). Bei gesicherter Infarkt-Diagnose fahre der Krankentransport sofort ins Augusta, das St.-Josef-Hospital oder ins Bergmannsheil, wo die Kardiologischen Kliniken die optimale Technik vorhalten.

Die anderen Bochumer Krankenhäuser seien in das Konzept allerdings ebenfalls eingebunden, denn auch die Nachbehandlung der Patienten müsse abgesprochen und koordiniert werden.

Etwa 700 Infarkte gebe es jährlich in Bochum. 15 Prozent dieser Infarktpatienten, so hieß es bei der Gründung, seien vor relativ kurzer Zeit noch gestorben. Inzwischen habe man diese Zahl auf fünf Prozent verbessern können. Die Dunkelziffer sei aber wahrscheinlich hoch.

Auf der Website der ARD-Sendung Quarks heißt es, er komme oft wie aus heiterem Himmel und sei die häufigste Todesursache in den Industrienationen. In Deutschland sterben jährlich etwa 85.000 Menschen daran. Die Ursache ist der akute Verschluss eines der Herzkranzgefäße, die den Herzmuskel selbst mit Blut versorgen. Das nicht mehr durchblutete Gewebe stirbt dann ab, gefährliche Rhythmusstörungen und eine Pumpschwäche sind die Folge.