Erste Absolventen nach neuer Prüfungsverordnung
kommen aus Hattingen und Bochum

15 junge Menschen aus Bochum und Hattingen sind mit höchster Wahrscheinlichkeit bundesweit die ersten Krankenpflegeschul-Absolventen, die nach der neuen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung ihr Krankenpflege-Examen gemacht haben.
Strahlende Gesichter bei den Bochumer und Hattinger Schülern, die zum Abschluss ihre mündlichen Prüfungen in der gemeinsamen Krankenpflegeschule des Evangelischen Krankenhauses Hattingen (EvK) und der Augusta-Kranken-Anstalt Bochum ablegten. Das war, nach dem praktischen und dem schriftlichen Teil, der Schlusspunkt des Lernmarathons, der nach der neuen Prüfungsordnung nicht weniger als 500 Stunden zusätzliche Theorie beinhaltet. Da sind jetzt teilweise andere Inhalte Gegenstand der Ausbildung, die anhand von Fallbeispielen fächerintegrativ vermittelt werden. Auch die Prävention (Vorbeugung) hat jetzt mehr Platz in der Ausbildung bekommen.
Silvia Ballein, Leiterin der "Ausbildungsschmiede" der Evangelischen Stiftung Augusta freut sich, dass "ihre" Schüler – trotz der Neuerungen - durchweg sehr gute Ergebnisse erzielten "Und wir sind wohl tatsächlich die ersten", rechnet sie vor. "denn der Kurs in unserer Schule an der Bredenscheider Straße, im Schatten des Evangelischen Krankenhauses, begann schon am 1. März 2004, zwei Monate nach der neuen Prüfungsverordnung." Die meisten Schulen starten mit der Ausbildung erst Anfang Oktober oder September - und nur ganz wenige am 1. April.
Fast alle Schüler werden übrigens im Augusta und im EvK weiter für den Bochum/Hattinger Träger arbeiten - und Silvia Ballein ist sicher, dass letztlich alle Absolventen einen Arbeitsplatz finden werden. Eine Schülerin geht übrigens nach Borkum. "Dort wollte sie schon immer hin", erinnert sich die "Chefin".