Literaturmagazin im Augusta vorgestellt: Macondo Edition 18 tut weh!

Ab dem heutigen Donnerstag, 13. Dezember 2007, ist die neueste Ausgabe des in Bochum beheimateten Literaturmagazins Macondo deutschlandweit im Bahnhofsbuchhandel erhältlich. Das Heft widmet sich diesmal literarisch und fotografisch dem Thema „Schmerz“. – Insofern war es nur konsequent, die neue Ausgabe der Presse in bzw. vor der Augusta-Kranken-Anstalt vorzustellen. Vor, denn das Gespräch zur Vorstellung fand – bei einem alkoholfreien Punsch - auf dem kleinen Weihnachtsmarkt des Bochumer Krankenhauses statt.

Krankenhaus und Schmerz - dieser Zusammenhang erschließt sich sofort. Hier wird man vom Schmerz befreit. Dass auch der Weihnachtsmarkt zugunsten des gemeinnützigen Vereins Augusta Afrika e.V. eine Verbindung zum Schmerz hat, ist nicht vordergründig: Der Verein fördert soziale Projekte am Kap der Guten Hoffnung und dort, wo z.B. AIDS allgegenwärtig ist, wird auch der Schmerz für viele Menschen ein täglicher Begleiter.

Macondo hat es sich zum Ziel gesetzt, Autoren ein Forum zu bieten, die noch am Anfang ihrer Laufbahn stehen. Auf den Aufruf zum Thema „Schmerz“ erreichten die beiden Herausgeber Frank Schorneck und Petra Vesper rund 300 Einsendungen aus Deutschland und dem deutschsprachigen Ausland sowie aus Frankreich, Großbritannien, Irland und Spanien. Die Beiträge von 28 Autorinnen und Autoren sowie von 18 Fotografinnen und Fotografen fanden ihren Weg ins Heft. Darunter finden sich neben noch jungen Autoren, die erst eine Handvoll Veröffentlichungen nachzuweisen haben, auch bekanntere Namen wie Ulrike Draesner, Marcus Jensen, Christian Schloyer, Karin Fellner, Sophie Andresky oder Daniel Zahno.

Die 18. Ausgabe von Macondo umfasst 108 Seiten. Die Bandbreite der Themen ist so vielfältig, wie die 28 Autorinnen und Autoren selbst. Sowohl körperliche als auch seelische Schmerzen wurden zum Gegenstand der Texte – von den Schmerzen der Geburt bis hin zum schmerzhaften Tod, von Liebeskummer bis zum Abschiedsschmerz, von politisch motivierter Folter bis hin zum lustvollen SM-Spiel, von Altersdemenz bis zu kindlicher Trauer reicht die Palette.

Gleichberechtigt neben den Texten stehen die Fotoarbeiten. Unter den 18 Fotografinnen und Fotografen, die sich am Heft beteiligt haben, finden sich auch Beiträge international renommierter Künstler. So ist der Ukrainer Sergej Bratkov mit Fotos aus seiner Waisenhaus-Serie „Birds“ vertreten, die Brasilianerin Rosangela Renno mit einer Arbeit aus ihrer Reihe mit Gefängnis-Tattoos. Franz John und Monika Ortmann sind nicht nur als Fotografen, sondern auch mit genreübergreifenden Kunstprojekten bekannt. Mit Philipp Wente, Eric Jobs, Wolfgang Loke, Bettina Engel, Thomas Solecki, Ava Amira Weis und Reiner Skubowius sind auch wieder Fotografen aus dem Ruhrgebiet vertreten.

Selbstverständlich bietet auch Macondo Edition 18 einen umfangreichen Service-Teil mit Rezensionen und Specials, darunter ein Beitrag zum Geburtstag der Fotoagentur MAGNUM. In der Rubrik „Herzensbuch“ widmet sich diesmal der Schriftsteller Frank Goosen J. D. Salingers „Der Fänger im Roggen“. Selbstredend werden neben Belletristik auch Bildbände und Hörbücher besprochen, auch der „Kinderteller“ wird wieder serviert.

Macondo, Edition Achtzehn (ISBN: 978-3-933794-18-5), ist ab sofort im gut sortierten Buchhandel, im Bahnhofsbuchhandel, über Amazon.de oder direkt beim Verlag im Laerfeld, Laerfeldstraße 35, 44803 Bochum, Internet: www.Die-Lust-am-Lesen.de, Tel.: 0234/361486, Fax: 0234/361477 erhältlich. Macondo erscheint halbjährlich, jeweils im Juni und Dezember. Edition Neunzehn erscheint im Juni 2008 zum Thema „Paare“.