Eva Dechant und Eva Karmelita (rechts) beim Aktenstudium.

Zwei Evas für die Stiftung und das EvK Hattingen

Jung, dynamisch und voller Tatendrang – das ist Eva Dechant, die neue Leiterin des Pflegedienstes, die schon am 3. Dezember im Evangelischen Krankenhaus ihre Arbeit aufgenommen hat. „Die Organisation eines Krankenhauses“, sagt ihre direkte Vorgesetzte Eva Karmelita, „ist eine hoch komplexe Aufgabe, deshalb haben wir mit Eva Dechant das Leitungsteam verstärkt.“ Karmelita weiß, wovon sie spricht, denn sie ist verantwortlich für die Pflege auf allen Ebenen des Trägers, der Evangelischen Stiftung Augusta.

Die 31jährige tritt nämlich an, um in nicht ganz leichten Zeiten pflegerelevante Strukturen und weitere EvK-Standards noch enger mit denen der zwei anderen Häuser der Evangelischen Stiftung Augusta zu verknüpfen. Es geht um die Schaffung eines gemeinsamen Rahmens, einer fühlbaren „corporate identity“, die übergreifend ist für alle Berufsgruppen, Abteilungen und Häuser.

Dies bedeutet: Wo auch immer man sich in der Stiftung befindet – und dies gilt auch für das Altenheim, die Ambulanten Pflegedienste und Tagespflegeeinrichtungen – „alle uns anvertrauten Menschen werden überall eine gleich kompetente und freundliche Behandlung erfahren und sich rundum ernst genommen und exzellent betreut fühlen.“

Eva Dechant, die gelernte Krankenschwester und Diplom-Pflegewissenschaftlerin, leitete zuletzt ein Altenheim. „Auch, wenn man es zunächst nicht vermutet“, sagt sie, „gibt es sehr viele Parallelen.“ Natürlich sei das EvK ein Haus der Akutmedizin, aber die Zahl der alten Patienten sei – wie in allen Krankenhäusern – sehr hoch. Und die Zahl der Patienten mit Demenz wachse.

Folglich sei es notwendig, sich auf den Umgang mit gerade diesen Patienten einzustellen. „Denn wichtig ist“, sagt sie, „dass wir uns noch stärker als bisher an den Bedürfnissen der Patienten und Patientinnen ausrichten, die für ein paar Tage bei uns zu Gast sind.“ Diesen Gästen gelte alles Verständnis, alle Pflege, Zuwendung und Betreuung.

Der Begriff „Entlassungsmanagement“ hört sich sperrig an, ist aber ein wichtiger Baustein. „Wenn die Menschen bei uns ankommen“, holt Eva Dechant etwas weiter aus, „brauchen wir eine Fülle von Informationen, die uns von den Patienten oft nicht gegeben werden können.“ Deshalb sei es wichtig, dass diese Infos zeitgleich, besser früher, mit ins EvK kommen.

Gleiches gelte später für die Entlassung. „Wir müssen für alle Beteiligten transparent machen, wie es nach dem Klinikaufenthalt weiter gehen soll.“ Dies geschehe natürlich längst. An dieser Stelle und an der Transparenz werde aber aktuell noch viel gearbeitet, weiter optimiert. „Alle müssen wissen, ob die Menschen nach Hause gehen oder ins Altersheim, ob und wie sie betreut werden, wie es mit Medikamenten, Physiotherapie, mit dem Haushalt und Hilfen für das tägliche Leben aussieht.“

Dechant hat am EvK einen großen Handlungsspielraum. Als vertrauensvolle Ansprechpartnerin auf der Ebene des Trägers, der Evangelischen Stiftung Augusta (Bochum/Hattingen), steht Eva Dechant mit Eva-Maria Karmelita, der Zentralen Pflegedienstleiterin, eine erfahrene Spezialistin zur Seite, die neben dem EvK auch noch für die beiden Augusta-Häuser in Bochum-Mitte und –Linden verantwortlich ist. Auch Karmelita kommt aus der Pflege, ist seit 39 Jahren im Augusta und gilt als profunde Kennerin der Stiftung und der Krankenhaus-„Landschaft“ überhaupt. Sie ist u.a. als Ausbilderin im mittleren Management tätig.

Die beiden Evas werden in der Zukunft viel Zeit für die Menschen im EvK einsetzen. Damit bleibt für die seit fünf Jahren verheiratete „Neue“ vielleicht nur noch wenig Freiraum zum Lesen, Spazierengehen und für das Kino. Aber das ist nicht schlimm, denn „die Arbeit hier ist eine Herausforderung“, sagt sie, „der ich mich nur allzu gern stelle.“