Luzia Leto de Aguiar, Eeva Karsta im Sergio Matsuo und Rainer Tiemann im Gespräch mit Dr. Hasselbring.

Besuch aus Brasilien in der Intensivmedizin
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Besuch aus Brasilien hatte gerade die Augusta-Kranken-Anstalt: Die leitende Medizintechnikerin der Herzklinik von Sao Paulo, mit dem klangvollen Namen Luzia Leto de Aguiar, sah sich in der Anästhesiologie und Intensivmedizin des Augusta um, wo eine neue, kabellose Überwachungstechnik der Lübecker Firma Dräger im Einsatz ist. Chefarzt Dr. Holger Hasselbring und Rainer Tiemann, Leiter der Augusta-Medizintechnik, zeigten die Geräte in der Praxis.
Mit den neuen Geräten, von denen in den Krankenhäusern der Evangelischen Stiftung Augusta (Bochum/Hattingen) über 40 im Einsatz sind, wird die Narkose deutlich sicherer. Üblicherweise wurde bisher nach der Einleitung der Narkose der zuvor "verkabelte" und damit in all seinen Körperfunktionen überwachte Patient in praktisch allen deutschen Krankenhäusern wieder "vom Netz" genommen, wenn er in den Operationssaal geschoben und auf den OP-Tisch umgebettet wird. Diese bisher tolerierte Sicherheitslücke schließen das Evangelische Krankenhaus in Hattingen und das Augusta in Bochum ab sofort mit der neuen, zukunftsorientierten Überwachungs-Technik von Dräger.
Über W-LAN, ein kabelloses Netzwerk, sind die Patienten nun lückenlos unter medizinischer Kontrolle und es erfolgt über das Netzwerk auch eine vollautomatische Anästhesie-Protokollierung.
Luzia Leto de Aguiar möchte das neue System auch in der Herzklinik von Sao Paulo einsetzen. Sie erzählte Geschäftsführer Ulrich Froese bei einem kleinen Rundgang durchs Augusta, dass ihre Klinik 500 Betten hat, davon allein 200 Intensiv-Betten. Jeden Tag werden dort über 20 Menschen am offenen Herzen operiert. De Aguiar wurde begleitet von ihrem Landsmann Sergio Matsuo und der Finnin Eeva Karsta. (esa)