Bild von links: Dr. Martha Usinger-Mazannek, Monika Borggrebe, Jens Krug (BARMER-Projekt IV), PD Dr. Gabriele Bonatz, Thomas Wegener, stellv. Regionalgeschäftsführer der BARMER Bochum, Rainer Fleckenstein (BARMER-Projekt IV), Dr. Roland Kindinger, Dr. Lothar Loch, Dr. med. Michael Tenholt, Dr. Helmi Schneider, Klaus Suerland, Geschäftsführer Ulrich Froese

Einmaliger IV-Vertrag mit der Barmer

Der Vertrag zur Integrierten Versorgung (IV) bei Brusterkrankungen ist einmalig in Nordrhein-Westfalen und er bringt den weiblichen Versicherten der Barmer rund um Bochum erhebliche Vorteile: Alle an der medizinischen Versorgung Beteiligten haben diesen Vertrag unterzeichnet, der, ganz im Sinne der Patientinnen, die Behandlung weiter verbessert, die Wege verkürzt, Doppeluntersuchungen verhindert - und dabei auch noch Kosten einspart.

Die Barmer empfiehlt ihren Patientinnen mit einer Brusterkrankung eine Behandlung im vom Gesundheitsministerium zertifizierten Brustzentrum Augusta. Durch diesen modellhaften IV-Vertrag sowie die enge Vernetzung von Leistungsträgern und -erbringern so Klaus Suerland, Geschäftsbereichsleiter Leistung und Verträge der Barmer Westfalen, "erreichen wir eine noch höhere medizinische Qualität, weil das Modell einen detaillierten Behandlungsleitfaden beinhaltet." Auch dadurch gebe es mehr Transparenz für die Patientinnen – und die Möglichkeit, kompetent mit zu entscheiden. Ein weiteres Bonbon: Die Barmer-Versicherten, die diesen Weg mitgehen wollen, bekommen bis zu 150 Euro ihrer Zuzahlungen zurück.
Frauen, die sich mit ihrer Unterschrift für die integrierte Versorgung entscheiden, treffen eine sehr gute Wahl, verzichten aber zu keiner Zeit auf das Recht der freien Arztwahl. Erstmals sind neben dem Augusta auch alle beteiligten Mediziner, also z.B. Haus- und Frauenärzte zum Wohl der Patientinnen vertraglich fest eingebunden. Und das ist neu.
Fast ein Jahr haben u.a. die Gynäkologen Dr. Helmi Schneider (Interdisziplinärer Qualitätszirkel Mammakarzinom Bochum), Dr. Martha Usinger-Mazannek (Qualitätszirkel Bochumer Frauenärztinnen) und Dr. Lothar Loch (Verein für Integrierte Versorgung NRW) mit Dr. med. Michael Tenholt (Medizinisches Qualitätsnetz Bochum), Dr. Roland Kindinger (Radiolog. Gemeinschaftspraxis) und den Geschäftsführungen der Barmer und des Augusta zusammen gesessen, an diesem Werk gearbeitet, das jetzt mit Leben gefüllt wird. Privatdozentin Dr. Gabriele Bonatz, Chefärztin der Augusta-Frauenklinik und Geschäftsführer Ulrich Froese betonten, dass alle, die in der Zukunft noch in diesen IV-Vertrag eingebunden werden könnten, ein hohes Anforderungs-Profil erfüllen müssen.

"Es ist gut, dass ich bei all meinen Patientinnen weiterhin ganz nah dran bin, auch an den Fallkonferenzen teilnehmen kann", sagt Dr. Usinger-Mazannek. Durch die vertragliche Bindung , so Jens Krug von der Barmer, "werden alle Beteiligten ihre Rollen neu definieren müssen." Schließlich sei dieses gemeinsame IV-Vertragswerk zu Brusterkrankungen neben Frankfurt und Berlin eines der ersten in ganz Deutschland. (esa)