Bücherflohmarkt der Krankenhaus-Hilfet

Zum Bücherflohmarkt hatte am Freitag und Samstag (10. und 11.11.2006) wieder die ehrenamtliche Krankenhaus-Hilfe in die Empfangshalle des Aaugusta eingeladen..
Marianne Schier, Klara Bogetzki, Minette Kleinschmidt, Gerda Kassner, Margret Köhnen und Bärbel Wigge von der ehrenamtlichen Krankenhaus-Hilfe hatten neben Gisela Priesberg, der Leiterin der Patientenbücherei, diesen Bücherflohmarkt betreut.

Am Freitag wurden dank des unermüdlichen Einsatzes der Damen bereits 313,99 Euro eingenommen, am Samstag folgten weitere 110. Dass der Samstag umsatzschwach und damit vergleichsweise schlecht war, lag am Wetter und daran, dass nicht mehr so viele Mitarbeiter im Haus waren. "Die warten teilweise schon darauf, dass wir wieder Bücher verkaufen.
Meterweise wurden die Bücher an den Mann und an die Frau gebracht: Ein Zentimeter kostet traditionell nur 25 Cent. Für diesen geringen Beitrag kann sich der interessierte Besucher schon einiges an Literatur mit nach Hause nehmen.
Und es kamen nicht wenige, um das eine oder andere Schnäppchen zu machen. "Ein Herr erschien mit einem regelrechten Wunschzettel in der Hand", erzählt Klara Bogatzki. "Der hat Titel für Titel gesucht, abgehakt – und insgesamt für 24 Euro eingekauft." Zu den regelmäßigen "Kunden" zählen immer auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Augusta-Kranken-Anstalt und darunter sind stets auch Ärzte.
Es gab auch Schallplatten zu kaufen, die allesamt aus dem Bestand des Krankenhausfunks stammen und nach dem Verkauf von den Damen mit dem Funk verrechnet werden.

Die Bücher stammen aus Spenden, wurden vom finanziellen Zuschuss des Augusta angeschafft – oder stammen sogar aus dem Erlös der Bücherflohmärkte, die –neben dem finanziellen Erfolg - auch immer viel Schlepperei mit sich bringen. "Beim Abbau der vielen schweren Kisten", so freute sich Marianne Schier, "helfen uns immer die Ehemänner."

Übrigens: Nicht weniger als 2.500 Titel warten im 6. Obergeschoss des Krankenhauses ach nach dem Flohmarkt noch auf den geneigten Leser.



Ein kleiner Epilog:
Gisela Priesberg erläuterte, wie man an eine Tätigkeit wie die bei der Bücherei kommt.

"Ich war mit meiner Tochter Marlies im Urlaub auf Madeira", erinnert sich die 77jährige Bochumerin. Dort habe sie sich über ihre schlechten Englischkenntnisse geärgert und spontan beschlossen, nach der Rückkehr Sprachkurse zu besuchen.
In einem dieser Lehrgänge lernte sie eine Dame kennen, die selbst im Augusta arbeitete und auch die Bochumerin für diese Arbeit begeisterte. "Ich habe immer viel gelesen – und erst dachte ich daran, ein, zwei Jahre mitzumachen", lacht die Witwe, die im Februar 18 Jahre dabei ist. Und man spürt, dass die Bücher ihr immer noch viel Spaß machen.

Lediglich zwei bis drei der 14 Mitarbeiterinnen sind länger dabei als Priesberg. Irene Kutz zum Beispiel, die seit 1984 im Augusta für den Besuchsdienst und den Krankenhausfunk unterwegs war und schließlich in der Bücherei "landete", weil die ehrenamtlichen Besucher nur bis 75 Jahre tätig sein dürfen. Kürzlich hat die inzwischen 89jährige einen Oberschenkelhalsbruch erlitten und arbeitet nun nach dem Verheilen der Narben engagiert daran, wieder richtig auf die Beine zu kommen. "Es geht ihr inzwischen wieder gut", sagt Priesberg.
Üblicherweise sind die Damen von der ehrenamtlichen Krankenhaus-Hilfe ein- bis zweimal pro Woche mit ihrem Bücherwagen im Augusta unterwegs. Marianne Schier, Klara Bogetzki, Minette Kleinschmidt, Gerda Kassner, Margret Köhnen und Bärbel Wigge hatten beim Bücherflohmarkt allerdings einige Stunden mehr zu leisten, die sich die Damen aber teilten. (esa)