Gut 350 Schlaganfall-Patienten sind bereits 2005 im Evangelischen Krankenhaus Hattingen (EvK) behandelt worden, von denen nicht wenige gesund wieder nach Hause gehen konnten. Auf Ebene 10 hat das EvK jetzt eine Schlaganfall-Intensivbehandlungseinheit (Stroke Unit) eingerichtet, die am Mittwoch offiziell eingeweiht wurde. Die ersten Patienten, für die ab sofort eine noch schnellere, medizinisch hervorragende Versorgung gesichert ist, werden ab Montag behandelt.

Die Deutsche Schlaganfallgesellschaft, die eine Zunahme dieser akuten Notfälle verzeichnet, fordert eine Schlaganfall-Intensivbehandlungseinheit für 300.000 Bürger. Das EvK deckt etwa den Einzugsbereich zwischen Schwelm und dem Bochumer Süden ab.

Annegret Hintz, Pflegedienstleiterin der Evangelischen Stiftung Augusta, freute sich: "Die Stroke Unit ist ein wichtiges Element für die Zukunft des Hauses." Voraussichtlich Ende des Jahres wird sie auch zertifiziert sein. Zwei neue Arbeitsplätze wurden geschaffen, über die sich Stationsleiterin Kerstin Premk besonders freut.

Dr. Rainer Poburski, Chefarzt der Neurologie am EvK, erläuterte den zahlreichen Gästen den Zweck der Stroke Unit. Er hatte auch Dr. Olaf Hagen, den Chef der Augusta-Geriatrie in Bochum-Linden und den Kardiologen Dr. Schumann (EvK) eingeladen, die über die schon länger währende interdisziplinäre Zusammenarbeit informierten.

Geschäftsführer Ulrich Froese und viele Gäste gaben der neuen Einheit gute Wünsche mit auf den Weg – und Annegret Hintz gab der Hoffnung Ausdruck, "dass wir sie nicht nutzen müssen." Chefchirurg Priv.-Doz. Dr. Helfried Waleczek fügte an, dass die Krankenhaus- Wahl bei einem akuten Schlaganfall von herausragender Bedeutung sei. "Und das EvK ist sicher eine der besten Adressen."