Überschaubar, aber sehr interessiert war das Publikum das sich am Sonntagmorgen eingefunden hatte zur Ausstellungseröffnung der Langendreerer Künstlerin Lisa Peterkord in der Kapelle der Augusta-Kranken-Anstalt. "Es hat sehr viel Spaß gemacht", sagt sie, "mit den Menschen über meine Skulpturen zu sprechen und zu diskutieren."
Im Rahmen eines Gottesdienstes war zuvor der Proton-Chor aufgetreten. Nach dem Schlusssegen wandten sich die Besucher der Kunst zu und Lisa Peterkord führte die Anwesenden selbst in ihre Werke ein, sprach über das Finden ihrer Holzexponate, über die Gedanken, die Prozesse im Moment des Findens selbst.
"Ich habe deutlich gemacht", erklärt sie, "dass ein solches Kunstwerk bereits entsteht, bevor der Findling und ich uns begegnen." Es gehe darum, etwas Unsichtbares auszudrücken, das bei einigen zweiteiligen Werken auch zwischen den einzelnen Komponenten liegen kann.
In Bildersequenzen erläuterte die Künstlerin das Entstehen einzelner Werke, so dass die Besucher sehr schön diese behutsamen Prozesse nachvollziehen konnten.
In Peterkords Skulpturen kann jeder Betrachter sich auf seine ganz eigene Weise wieder finden, denn sie hat – obwohl aus Holz – mit Menschen zu tun. Die noch länger andauernde Ausstellung steht im Kontext der 100-Jahr-Feier der Augusta-Kapelle.
Die Künstlerin geht gern an Orte, wo sich Menschen treffen, wo durch direkte Begegnungen Kommunikation entstehen kann. Dies ist im Augusta in ganz besonderem Maße der Fall. "Meine Skulpturen", sagt Peterkord, "nehmen auch Bezug zu den Schicksalen an diesem besonderen Ort Krankenhaus."