Lisa Peterkord

Skulpturen aus hölzernen Fundstücken - ohne vorherige Vorstellung, was als figürliche Aussage in ihnen stecken könnte - das ist die Spezialität der Bochumer Künstlerin Lisa Peterkord, die ab kommenden Sonntag, 7. Mai, ihre Werke in der Kapelle der Augusta -Kranken-Anstalt ausstellen wird.
"Innenräume- Lebensräume" wird um 10.30 Uhr eröffnet. Um 9.15 Uhr bereits findet ein ökumenischer Singe-Gottesdienst mit dem Proton-Chor unter der Leitung von Elisabeth van Haren statt.
Das Grundmaterial ihrer Holz-Skulpturen sind Fundstücke, die Lisa Peterkord bei Spaziergängen sammelt und dann nur außerordentlich behutsam, oftmals auch gar nicht bearbeitet. Lediglich durch die Isolation des Fundstückes, durch den neuen Kontext, offenbart sich die ganz eigene Aussage des Baumes, sagt sie, "und wird nicht unmittelbar von den Vorstellungen der Künstlerin beschnitten." Etwas will Ausdruck gewinnen und sucht sich seinen Weg. Die Künstlerin will Unsichtbares sichtbar machen – und dabei doch das Geheimnis der Dinge bewahren.
In ihrem Buch "Uralte Worte", das Peterkord im Eigenverlag herausgebracht hat, führt sie mit Bildern ihrer Holzskulpturen und eigenen Texten den Leser und Betrachter in ihre Welt. Sie zitiert dort den Dichter Khalil Gibran: "Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt."
Chor-Konzert und Ausstellung stehen im Kontext des 100. Geburtstages der Augusta-Kapelle. Die Vernissage ist öffentlich und die Künstlerin wird in ihre Werke einführen. Bis zum 11. Juni ist die Ausstellung täglich von 9.15 bis 21 Uhr geöffnet.