Fortbildung der Klinik-Gruppe zum Rektum-Karzinom

Krebserkrankungen im letzten Teil des Dickdarms, dem Rektum, widmen sich elf Chefärzte der vier Kliniken des Darmzentrums Ruhrgebiet jetzt mit besonderer Aufmerksamkeit: Bei einer Fortbildung am Samstag in der Augusta-Kranken-Anstalt (ab 9 Uhr) diskutieren sie mit hochkarätigen Gästen und niedergelassenen Medizinern über die interdisziplinäre Herausforderung des Rektumkarzinoms.

Vielen Krebserkrankungen begegnen die Ärzte im interdisziplinären Schulterschluss: Hausärzte, Gastroenterologen, Pathologen, Radiologen, Onkologen, Strahlentherapeuten und Psychologen legen in Tumorkonferenzen fachübergreifende Behandlungskonzepte für jeden einzelnen Patienten fest. Eine frühe interdisziplinäre Planung der Therapie stellt sicher, dass sich gerade Darmkrebspatienten vom ersten Arztbesuch an auf einem standardisierten "Behandlungspfad" bewegen. Dieser gewährleistet durch eine leitliniengerechte Diagnostik, Behandlung und Therapie die jeweils optimale Versorgung.

Das Darmzentrum Ruhrgebiet ist das größte Darmzentrums der Region - begründet von der Augusta-Kranken-Anstalt gemeinsam mit ihrem Partner, dem Evangelischen Krankenhaus in Hattingen, und den Evangelischen Krankenhäusern in Herne und Castrop-Rauxel. Mit mehr als 200 niedergelassenen Ärzten aus diesen Städten arbeitet das überregionale Zentrum eng zusammen. Trotz der großen Zahl anderer Kliniken in der Region behandeln und operieren die vier Kliniken des Darmzentrums (1.816 Betten/4.000 Mitarbeiter) in enger Kooperation mit den Arztpraxen pro Jahr zwei Drittel (400) der insgesamt 600 neu erkrankten Darmkrebspatienten in einer Region von 725.000 Einwohnern.
"Die hohen Fallzahlen zeigen", so die Augusta-Chefärzte Privat-Dozent Dr. Benno Mann (Chirurgie) und Privat-Dozent Dr. Dirk Behringer (Onkologie), die wissenschaftlichen Leiter des Symposiums, "wie positiv die Qualität unseres Verbundes bereits heute von den Krebspatienten unserer Region eingeschätzt wird. Die Ärzte sehen in unserem Darmzentrum Ruhrgebiet einen wichtigen Schritt zur optimalen Versorgung der Patienten. Unser großes Ziel ist es, die Sterberate deutlich zu senken und mehr Menschen zu heilen",