"DIEP-Lappen" - nur an wenigen Krankenhäusern

Einen Einblick in den neuesten Stand der plastisch-ästhetischen Operationsverfahren zur Rekonstruktion der weiblichen Brust mit Eigenfettgewebe nach einer Brust-Totalamputation gab Dr. Karl Schuhmann, Chef der Klinik für Plastische, Ästhetische und Handchirurgie am Evangelischen Krankenhaus Hattingen im Rahmen eines Pressegespräches mit der WAZ Hattingen.
Bei diesen neuen mikrochirurgischen Verfahren werden körpereigene Gewebeblöcke an der Entnahmestelle von der Blutversorgung abgetrennt und im Anschluss frei transplantiert.
Gegenüber dem herkömmlichen Brustrekonstruktionsverfahren mit Eigenfett ohne Abtrennung der Blutversorgung, dem so genannten gestielten TRAM, haben die neuen Verfahren im Wesentlichen drei Vorteile:
o Sie ermöglichen freie Gestaltungsmöglichkeiten bei der Neuformung.
o Sie haben nachweislich eine niedrigere Komplikationsrate.
o Sie bergen nicht das Risiko von Bauchwanddefekten.
Benannt sind die neuen Verfahren in der medizinischen Fachsprache nach den Körperstellen, an denen die Entnahme des Transplantates erfolgt. So wird die Methode mit Unterbauchgewebe als DIEP-Lappen- Verfahren bezeichnet. Unbedingte Voraussetzung für den Erfolg der Verfahren ist ein intensives Training in der plastischen und mikrochirurgischen OP-Arbeit.