Das große Loch, das der Technische Dienst in die Außenwand des Evangelischen Krankenhauses (EvK) geschlagen hatte, wird in den nächsten Tagen wieder geschlossen. Mit einem 15 Tonnen-Kran und viel Muskelkraft lieferte eine Spezialfirma am Dienstag, 6. Juni, den neuen Kernspintomographen in die Radiologische Gemeinschaftspraxis Hattingen von Dr. Rolf Müller und Dr. Ekkehard Vollrath.

Das hochmoderne Gerät wiegt acht Tonnen. Der darin befindliche Magnet ist – in betriebsbereitem Zustand - mit flüssigem Helium auf minus 270 Grad heruntergekühlt. "Dadurch reduzieren sich die ohnehin sehr hohen Stromkosten", erläutert Dr. Müller, während er zusieht wie das allein von der Radiologischen Praxis finanzierte medizinische Präzisionsgerät scheinbar federleicht durch die Luft schwebt.
"Die Neuanschaffung wurde notwendig", so Müller, "um auch weiterhin die neueste, medizinisch etablierte, aber nicht invasive radiologische, neurologische, angiologische und kardiologische Diagnostik für Hattingen und Umgebung anbieten zu können." Der Tomograph sei damit eine Investition, die zur Sicherung des Gesundheitsstandortes Hattingen beiträgt.
Das moderne Gerät zeichnet sich durch eine verbesserte Bildqualität aus und ermöglicht kürzere Untersuchungszeiten, was vor allem Schmerzpatienten und unruhigen Patienten zugute kommen wird. Außerdem sind Bilder vom schlagenden Herzen in Echtzeit möglich, und - mittels einer besonderen Software – eine Untersuchung, die unter dem sehr sperrigen Begriff "diffusionsgewichtete Sequenz" die Arbeit der Stroke Unit am EvK unterstützt: Bis zu einer halben Stunde nach einem Schlaganfall ist ein solch akutes Ereignis noch zu diagnostizieren.
Nach nunmehr sechswöchigem Umbau der neuen Abteilung für Kernspintomographie wird der Patientenbetrieb für diesen Bereich Anfang Juli wieder aufgenommen werden.