Die beiden Oberärzte Richard Wolf (li.) und Dr. Kaid Darwiche mit dem neuen Endobronchialen Ultraschall

Thoraxzentrum Ruhrgebiet strebt Spitzenposition in
Lungenkrebsdiagnostik an


Endobronchialer Ultraschall eröffnet neue Untersuchungshorizonte –
80.000 Euro investiert – Rasche Hilfe für Tumorpatienten

Das Thoraxzentrum Ruhrgebiet der Evangelischen Krankenhausgruppe Mensch und Medizin in Bochum (Augusta), Herne, Hattingen und Castrop-Rauxel arbeitet weiter am Ausbau seiner Spitzenposition in der Lungenkrebsdiagnostik. Mit der Anschaffung eines Endobronchialen Ultraschalls (EBUS) wurde das Untersuchungsspektrum der Pneumologen um ein Spezialgerät erweitert, das in Deutschland selbst in Lungenfachabteilungen nur selten anzutreffen ist. "Damit können wir zusätzlich die Lymphknoten untersuchen, die außerhalb der Luftröhre liegen, was mit einem herkömmlichen Bronchoskop nicht möglich ist", erklärt Dr. Kaid Darwiche, Oberarzt der Pneumologie am Thoraxzentrum.

Diese Untersuchungstechnik ist besonders für Patienten mit Verdacht auf Lungenkrebs von Bedeutung. Denn mit einem herkömmlichen Bronchoskop lässt sich ein Lungentumor häufig nicht erreichen. Dank des Endobronchialen Ultraschalls jedoch kann der untersuchende Arzt feststellen, ob die Lymphknoten, die außerhalb der Luftröhre liegen, von einem Tumor befallen sind. Die Lymphknoten sind wichtig, da über sie der Transport des Gewebswassers aus der Lunge nach außen erfolgt. Dieses Gewebswasser beinhaltet die Information über einen möglichen Tumor in der Lunge.

Durch eine Punktion der Lymphknoten während der Untersuchung wird innerhalb kürzester Zeit diagnostiziert, ob eine Krebserkrankung vorliegt und wie ausgedehnt sie ist. Entsprechend schnell können die notwendigen Therapiemaßnahmen für den Patienten eingeleitet werden.

Über 80.000 Euro wurden in die Anschaffung des Endobronchialen Ultraschalls investiert. Für die Patienten des Thoraxzentrums Ruhrgebiet bedeutet der Einsatz dieser Untersuchungsmethode eine große Erleichterung. Denn um eine Aussage über den Zustand der Lymphknoten zu treffen, ist bisher immer ein kleiner operativer Eingriff notwendig. "Vielen Patienten kann man dies jetzt ersparen", so Dr. Darwiche.
Das Thoraxzentrum Ruhrgebiet ist eine gemeinsame Einrichtung der Kliniken für Pneumologie und Infektiologie sowie der Klinik für Thoraxchirurgie des Evangelischen Krankenhauses Herne und der Augusta-Kranken-Anstalt Bochum. Es wird geleitet von Prof. Dr. Santiago Ewig und Dr. Baldur Totzeck.

Weitere Informationen unter
Tel. 0234/517-2461 (Sekretariat Prof. Dr. Santiago Ewig, Thoraxzentrum Ruhrgebiet)
Tel. 0234/498-92454 (Sekretariat Prof. Dr. Santiago Ewig, Thoraxzentrum Ruhrgebiet)