Neues Berufsbild an der Akademie - Staatssekretär Prof. Winter zu Besuch

Direkt in die Augusta-Akademie in Bochum-Linden führte Staatssekretär Professor Dr. Stefan Winter seine Ausbildungstour 2006. Dort diskutierte er mit Schülerinnen und Schülern, die in der Akademie den neuen Beruf des Altenpflegehelfers erlernen.
Es handelt sich um einen neuen, in Linden sogar staatlich geförderten Ausbildungsgang, der Menschen aus der Arbeitslosigkeit holen und in eine Tätigkeit bringen soll. Im Gegensatz zum Beruf des Altenpflegers kann der Auszubildende in nur einem Jahr Altenpflegehelfer werden. Diese "Neuen" werden zwar offenbar von den gestandenen Kolleginnen und Kollegen argwöhnisch beäugt, haben dann allerdings die Option, sich in zusätzlichen Stunden zum Altenpfleger weiter zu bilden.
Professor Winter, der Mann vom nordrhein-westfälischen Arbeitsministerium, hörte aufmerksam zu, machte sich reichlich Notizen zu den Problemen, die von den angehenden 20 Altenpflegehelfern angesprochen wurden. Dies sind vor allem die Koordinationsprobleme von Alleinerziehenden, die natürlich nur schwer bereits um sechs Uhr am Arbeitsplatz sein können, wenn der Nachwuchs erst viel später in den Kindergarten gebracht werden kann.
Dass der eine oder andere der Teilnehmer über einen Ein-Euro-Job in diese neue Ausbildung gerutscht ist, hielt die Schülerinnen und Schüler nicht davon ab, gerade diese Gruppe zu kritisieren: Es gebe Einrichtungen, die Ein-Euro-Kräfte vorzögen.
Grundsätzlich ist die Stimmung in dieser Klasse der Augusta-Akademie allerdings sehr gut. Die Auszubildenden im Alter von 19 bis 55 Jahren kommen sehr gut miteinander aus. Professor Winter nahm alle Anregungen mit und versprach, diesen Ausbildungsgang weiter zu unterstützen. (esa)