Das Bild zeigt Dr. Korca, Chefärztin Priv.-Doz. Dr. Bonatz und Dr. Wähner (v.li.)

Gutartige Geschwülste der Gebärmuttermuskulatur oder Blutungsstörungen - das sind Erkrankungen, die Frauen in jedem Alter betreffen können. Die Entfernung der Gebärmutter ist deshalb immer noch eine häufige Operation.
Eine solch radikale Vorgehensweise ist aber sehr oft vermeidbar. Ob "die Entfernung der Gebärmutter ein Auslaufmodell" ist – über diese Frage wollen Experten der Frauenklinik mit Brustzentrum der Augusta-Kranken-Anstalt bei gleich zwei Veranstaltungen informieren und diskutieren: Brustzentrum und Frauenklinik bieten zunächst ein Seminar für Patientinnen (Freitag, 28. April, 15 bis 17.30 Uhr) und dann am Samstag, 29. April (10.30 bis 15 Uhr), eine zertifizierte Fortbildung für Ärztinnen und Ärzte zum gleichen Thema. Beide finden in der Aula der Krankenpflegeschule an der Bergstraße 26 statt.
Privatdozentin Dr. Gabriele Bonatz, die Chefin der Augusta-Frauenklinik und des Brustzentrums Augusta Bochum hat hochkarätige Referenten und Gesprächspartner für diese beiden Seminar-Veranstaltungen gewinnen können. Bei beiden Seminaren werden drei Chefärzte referieren – und zwar von den Frauenkliniken in Speyer (Dr. Uwe Eyssler), in Saarbrücken (Prof. Dr. Klaus Neis) und vom Ev. Krankenhaus in Köln (Prof. Dr. Thomas Römer). Die Leitende Oberärztin der Uni-Frauenklinik in Kiel, Prof. Dr.Lieselotte Mettler, komplettiert die Reihe der kompetenten Gesprächspartner an diesen beiden Tagen. Dr. Christiane Wähner, Leitende Oberärztin in der Psychiatrie am Augusta Linden, spricht über die psychologischen Aspekte einer Gebärmutterentfernung.
"Bei gutartigen Veränderungen der Gebärmutter", sagt Dr. Bonatz, "gibt es zahlreiche Alternativen zur kompletten Entfernung der Gebärmutter, die aber dennoch zur Beschwerdefreiheit führen können." Wenn aber eine Entfernung unumgänglich sei, kann eine solche Operation auf dem Wege der "Bauchspiegelung" – ohne großen Bauchschnitt – durchgeführt werden. Das Seminar soll Patientinnen in die Lage versetzen, sich in Gesprächen mit ihrem Gynäkologen und mit der Klinik für eine geeignete Therapie entscheiden zu können.