Mehr Kapazität für die Intensivmedizin, weniger Betten für die "Normalstationen” – das ist eine international spürbare Entwicklung für das Krankenhaus der Zukunft: Der Stellenwert der Intensivmedizin steigt ständig. "In jedem Krankenhaus einer hohen Versorgungsstufe”, so Dr. Holger Hasselbring, Chef der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin an der Bochumer Augusta-Kranken-Anstalt, "ist die Intensivmedizin schon heute Dreh- und Angelpunkt.”
Vordenker der Intensivmedizin, Chefärzte der Universitäts-Kliniken von München-Großhadern, Münster, Aachen, Kaiserslautern, Göttingen, Essen, Dortmund und Bochum werden sich beim fünften Intensivmedizinischen Symposium des Augusta, am Samstag, 29. Oktober 2005, im Museum Bochum unter anderem austauschen mit Prof. Dr. Joe Layon von der Universität in Gainesville (Florida). Layon ist einer der international renommiertesten Intensivmediziner.

Der Fall Terri Schiavo wird ebenso zur Diskussion (mit Prof. Layon) kommen wie der bundesweite Qualitätsvergleich der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung der Intensivmediziner (DIVI). "Bei diesem Qualitätsvergleich wurden die Daten von 45.000 Patienten ausgewertet”, so Hasselbring, "und wir sind durchaus stolz darauf, dass die operative Intensivstation des Augusta im Vergleich mit den besten Intensivstationen sehr gut dasteht.”
Erste Vorstöße für einen externen Qualitätsvergleich gab es 1999. Seitdem wird das DIVI-Projekt übrigens am Uni-Klinikum Essen betreut: Federführend ist Unfallchirurg Prof. Dr. Christian Waydhas, der im Museum natürlich auch referieren wird.