Ein interdisziplinäres Team von Chefärzten aus Bochum, Hattingen und Herne ergreift am Samstag, 22.Oktober 2005, im Bochumer Stadtparkrestaurant, die Initiative im Kampf gegen das wachsende Übergewicht in der Bevölkerung. "Moderne Diagnostik und Therapie der Adipositas" heißt eine Fortbildung des Adipositats-Zentrums NRW (10 Uhr).
"Wir wollen", sagt Priv.Doz. Dr. Benno Mann, Chef-Chirurg an der Bochumer Augusta-Kranken-Anstalt und Moderator des Tages, "den niedergelassenen Ärztekollegen sagen, wie enorm wichtig es ist, die Adipositas in den Griff zu bekommen und wie man das erreichen kann." Mehr als 30 Prozent der Bevölkerung seien bereits massiv übergewichtig."
Adipositas ist das wissenschaftliche Wort für Fettleibigkeit, die Dr. Thomas Hulisz in seinem Referat als eine Epidemie der Neuzeit bezeichnet. Denn die Krankheit verursacht viele Begleiterkrankungen, die das eigentliche Problem noch verstärken. Aber eine Diabetes-Erkrankung, Gelenkbeschwerden oder ein Bluthochdruck können mit den purzelnden Pfunden beinahe wie von Zauberhand verschwinden.
Hulisz und sein Kollege, Diplom-Psychologe Uwe Machleit ("Adipositas – doch eine Sucht?"), haben als Leiter des Adipositas-Zentrums am Standort Linden der Bochumer Augusta-Kranken-Anstalt bereits über 3.000 schwerst übergewichtige Patienten therapiert. Ihr interdisziplinäres Team besteht aus Ärzten, Psychologen, Ernährungsberatern, Diät-Assistenten, Sportlehrern und Physiotherapeuten.

Dickmacher sind eben nicht immer die Drüsen, wie Prof. Dr. Friedrich Jockenhövel, Chef der Endokrinologie am Ev. Krankenhaus Herne, erläutern wird. Dieses weit verbreitete Vorurteil muss ausgemerzt werden. Chefarzt Prof. Dr. Andreas Tromm (EvK Hattingen) beleuchtet die medikamentöse Behandlung schwerer Krankheitsbilder, seine Kollegen Dr. Karl Schuhmann und Prof. Dr. Matthias Kemen (Herne) die operativen Korrekturmöglichkeiten bei und nach starker Gewichtsreduktion. Chefarztkollege Priv.Doz. Dr. Helfried Waleczek informiert über ganzheitliche Ansätze moderner Adipositas-Therapie.
Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit den Ärztekammern Westfalen/Lippe und Rheinland, mit der Deutschen Adipositas Gesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Ernährung statt.

Zusatzinfos:
Das Adipositas-Zentrum NRW ist eine Gründung der Evangelischen Stiftung Augusta (Bochum(Hattingen) und der Krankenhausgemeinschaft Herne|Castrop-Rauxel: Die beiden evangelischen Krankenhausträger sind Kooperationspartner im Gesundheitswesen und wenden sich mit kooperativer Kompetenz gegen die zunehmende Fettleibigkeit, die in der Bevölkerung zu massiven Begleiterkrankungen führt.
Mit über 4.000 Mitarbeitern, rund 60.000 Patienten knapp 2.000 Betten und insgesamt über 40 Fachabteilungen in fünf Krankenhäusern verfügt die ortsübergreifende Gesundheits-Kooperation Bochum/Herne/Hattingen/Castrop-Rauxel ohnehin über ein beeindruckendes medizinisches Potential.

Vorschlag für die Bildzeile:
Informieren über Behandlungsmöglichkeiten der Adipositas (Fettleibigkeit): Die Experten Diplom-Psychologe Uwe Machleit, Prof. Dr. Friedrich Jockenhövel, Dr. Thomas Hulisz, Priv.Doz. Dr. Helfried Waleczek, Prof. Dr. Matthias Kemen, Prof. Dr. Andreas Tromm und Priv.Doz. Dr. Benno Mann (von links).