"Ich male", sagt die Hattinger Künstlerin Carmen Meiswinkel, "weil es mich dazu drängt, eine Sprache zu entwickeln, die dem nahe kommt, was ich in Worte nicht fassen kann". Das Unausgesprochene soll gleichberechtigt neben dem gestalteten Bild stehen.
Die 40jährige beschäftigt sich mit dem Menschen und seinen Ausdrucksmöglichkeiten. Die oft schwarze Farbe der Figuren entsteht durch die Verwendung von Schlamm: Der Schlamm wird mit den Händen auf die Leinwand aufgetragen und geformt. Das Material arbeitet dann während des Trocknungsprozesses weiter, springt auf und wird brüchig - als Synonym für Erdverbundenheit, Vergänglichkeit und Wandlung des Menschen. Die weitere Ausführung erfolgt unter anderem in einer Mischtechnik aus Ölmalerei, Buntstift und Sand.
Meiswinkel studierte Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in München und gründete 1998 die Mal- und Zeichenschule Artifex, wo auch Japanisch, Chinesisch und Kalligraphie gelehrt werden.
Außerdem arbeitet sie als freiberufliche Dozentin für Kunst und Spiritualität, als Leiterin von Kontemplationskursen und als Mitglied des Arbeitskreises Meditation und spirituelles Leben der evangelischen Kirche von Westfalen. Sie hatte bereits zahlreiche Ausstellungen in München, Hattingen, Witten, Dortmund, Bielefeld.
Unter dem Titel "Malerei und Grafik" stellt die Hattingerin ihre Werke nun in der Hämatologisch-Onkologischen Ambulanz der Augusta-Kranken-Anstalt (Haus 1b, 3. OG) aus. Vernissage ist am 18. November. Die Bilder sind bis zum 6. Mai 2006 zu sehen.