"Das steigende Übergewicht in der Bevölkerung ist eine moderne Seuche", sagt Dr. Thomas Hulisz, Leiter des Adipositas-Zentrums NRW. Über 30 Prozent der Erwachsenen, 20 Prozent der Schulkinder in Deutschland seien bereits übergewichtig, Folgekrankheiten unvermeidlich. "Wenn wir da nicht frühzeitig einschreiten", fügt er an, "sind die Konsequenzen für unser Gesundheitssystem unabsehbar."
Seit über 15 Jahren kämpfen Hulisz und Diplom-Psychologe Uwe Machleit als Leiter des Adipositas-Zentrums am Standort Linden der Bochumer Augusta-Kranken-Anstalt gegen die Fettleibigkeit, behandelten in dieser Zeit über 3.000 schwerst übergewichtige Patienten. Vor über einem Jahr haben sie unter dem Dach der Evangelischen Stiftung Augusta (Bochum(Hattingen) und der Krankenhausgemeinschaft Herne|Castrop-Rauxel das Adipositas-Zentrum NRW gegründet. Die beiden evangelischen Träger, Kooperationspartner im Gesundheitswesen, wenden sich nun mit deutlich erweiterter medizinischer Kompetenz gegen die zunehmende Fettleibigkeit, die in der Bevölkerung zu massiven Begleiterkrankungen führt.
Das klinikübergreifende, interdisziplinäre Team besteht aus Ärzten aller Fachrichtungen, Psychologen, Ernährungsberatern, Diät-Assistenten, Sportlehrern und Physiotherapeuten. – Ganz so, wie es sich die Deutsche Adipositas-Gesellschaft und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung wünschen. "Wer die &Mac226;Kilos‘ besiegen will", so der Hattinger Chef-Internist Prof. Dr. Andreas Tromm, "muss seine Ernährung massiv umstellen, muss sein Leben umkrempeln. Und dabei helfen wir."
Dass z.B. eine Diabetes-Erkrankung, Gelenkbeschwerden oder ein Bluthochdruck mit den purzelnden Pfunden beinahe wie von Zauberhand verschwinden können, ist nur eine der vielen positiven Seiten einer Adipositas-Therapie. Dass bei ehedem extrem Übergewichtigen eine Fettschürze bleiben kann, die Kehrseite. Hier beginnt dann die Arbeit des erfahrenen Plastischen Chirurgen: Das Adipositas-Zentrum NRW hat dafür Dr. Karl Schuhmann vom Institut für Plastische/Ästhetische Chirurgie am Evangelischen Krankenhaus Hattingen "im Boot".
Wer viele Diäten erfolglos hinter sich hat, vertraut zunehmend auf chirurgische Hilfe: Magenbänder und Bypass-Operationen am Darm können eine Lösung sein. Die Chefärzte Professor Matthias Kemen (Herne), Priv. Doz. Dr. Benno Mann (Bochum) und Priv. Doz. Dr. Helfried Waleczek (Hattingen) bringen ihre große Erfahrung ein.
"Viele übergewichtige Patienten sagen, dass es bei ihnen die Drüsen sind", beschreibt der Herner Chef-Endokrinologe Professor Dr. Friedrich Jockenhövel die Argumente der Fettleibigen. Er klärt den Wahrheitsgehalt dieser Worte als Spezialist im Adipositas-Zentrum ab.
Übrigens: Mit über 4.000 Mitarbeitern, rund 60.000 Patienten knapp 2.000 Betten und insgesamt über 40 Fachabteilungen, verfügt die ortsübergreifende Gesundheits-Kooperation Bochum/Herne/Hattingen/Castrop-Rauxel ohnehin über ein beeindruckendes medizinisches Potential.


Telefonaktion am Mittwoch, 14. Dezember, 15 bis 17 Uhr

Dr. med. Thomas Hulisz (Geschäftsführer Adipositas-Zentrum NRW, Bochum),
Thema "Risikofaktoren des Übergewichts"
0234-517-4630

Prof. Dr. Matthias Kemen (Chefarzt Chirurgie am Ev. Krankenhaus Herne)
Thema "Magenband und Magenbypass"
0234-517-4640

Diplom-Psychologe Uwe Machleit (Geschäftsführer Adipositas-Zentrum NRW, Bochum),
Thema "Essen und Psyche – die Wechselwirkungen"
0234-517-4650

Prof. Dr. Andreas Tromm (Chefarzt Innere Klinik, Ev. Krankenhaus Hattingen)
Thema "Diabetes und Bluthochdruck – die Folgen der Adipositas"
0234-517-4660