Dr. Poburski verabschiedet sich und
Dr. Min-Suk Yoon wird neuer Chefarzt

Nach 27 Jahren übergab Chefarzt Dr. Rainer Poburski am 1. Mai die Leitung der Neu rologischen Klinik am Evangelischen Krankenhaus Hattingen (EvK) an seinen Nachfolger PD Dr. Min-Suk Yoon und verabschiedete sich in den Ruhestand. Der scheidende Chefarzt bezeichnet seine Zeit am EvK als „eindeutig schönste Zeit meines Berufslebens“.

Der neue Chefarzt Yoon genießt große Reputation und hat eine umfassende neurologische Kompetenz, die er nun in die Augusta Kliniken Bochum Hattingen einbringen wird. Geschäftsführer Dipl.-Kfm. Thomas Drathen kennt Yoon aus seiner Zeit im St. Josef-Hospital sehr gut und hat den Wechsel nach Hattingen eingefädelt.

Schon während seiner Studienzeit sammelte Yoon Erfahrungen im Fach Neurologie, auch im Ausland, an der McGill University in Montreal (Kanada). Von 2002 bis 2009 war der Mediziner in der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Essen tätig. Seit 2010 arbeitete Dr. Yoon an der Klinik für Neurologie der Uniklinik in Bochum und war dort seit 2015 stellvertretender Direktor der Klinik.

Der in Seoul (Südkorea) geborene Spezialist für u.a. Schlaganfall und neurologische Intensivmedizin kam mit acht Jahren nach Deutschland und wuchs in Essen auf. Dort ging er zur Schule und studierte schließlich auch an der Universität Essen, wo er 2002 mit der Bestnote „summa cum laude“ promoviert wurde.

Dr. Yoon möchte das EvK schnellstmöglich als Anlaufstelle für Menschen mit Polyneuropathien bekannt machen. „Die Zahl dieser Erkrankungen steigt.“ An der Uniklinik in Bochum hat er zuletzt gut 400 dieser Patienten behandelt, die schnell versorgt werden müssen, damit Nervenschädigungen verhindert werden können.

Von 1991 bis 2002 kämpfte der Mediziner in der Judo-Bundesliga. Yoon ist verheiratet und lebt seine Judo-Leidenschaft schon seit seinem zehnten Lebensjahr. Bis 2012 noch trainierte der begeisterte Sportler das Bundesliga- und Regionalliga-Team der Judo-Kampfgemeinschaft Essen und war dort außerdem Mitglied des erweiterten Vorstands. Der neue Chefarzt greift auch gern zum Saxophon und spielt dann am liebsten Blues und Rock.

Geschäftsführer Drathen lobte ausdrücklich die Arbeit des scheidenden Dr. Poburski. „Wir sind eine Klinik der Grundversorgung“, sagte er, aber man habe auch Leuchttürme. Poburski erinnert sich, dass es am EvK keine bildgebenden Verfahren gegeben habe als er 1991 anfing. „Das habe ich in meiner Zeit vorangetrieben.“

Nun wird der Ruheständler allerdings nicht nur den Ruhestand beim Segeln und auf dem Mountainbike genießen. „Ich werde weiter in meiner Praxis arbeiten, die sich im Ambulanten Zentrum nebenan befindet.“ Insofern wird Dr. Poburski dem EvK in gewisser Weise verbunden bleiben.

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