Eberhard Franken zeigt
Ausstellung „Lebens-Orte“

Friedhöfe dokumentieren überall auf der Welt, wie mit den Verstorbenen umgegangen wird, wie man sie würdigt, ehrt und mit Grabmalen oder Grabsteinen für die Nachwelt darstellt. Diese „Lebens-Orte“ sind die Verbindung, die Nahtstelle zwischen denen, die sind und jenen, die waren. Orte der spirituellen Begegnung und der virtuellen Zwiesprache. Orte, die gerade deshalb besonders lebendig sind.

Die weltweite Bestattungskultur kennt riesige Unterschiede, wobei in manchen Regionen die Toten zu bestimmten Anlässen ja sogar wieder ausgegraben werden, um mit ihnen zu feiern. In unseren Breiten ist das natürlich nicht denkbar. Tot ist tot, aber alle, die von uns gegangen sind, leben in unseren Herzen weiter.

Eberhard Franken, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit an den Augusta Kliniken Bochum Hattingen, hat sich mit diesem Thema befasst, hat Fotos von Grabmalen auf 15 Friedhöfen auf drei Kontinenten in 14 Städten in einer Ausstellung zusammengefasst. Sie ist – gerade eröffnet – noch bis zum 2. März werktags (außer mittwochs) von 11 bis 18 Uhr in der Stadtteilbücherei Langendreer, an der Unterstraße 71 zu sehen.

Das Bild des Gynäkologen und Geburtshelfers Dr. Leonid Persianinow (Promifriedhof Moskau) hat Franken ganz bewusst als Titelbild seiner Ausstellung gewählt. „Kaum ein Grabmal stellt die Verbindung zwischen Leben und Tod, zwischen Anfang und Ende plakativer und lebendiger dar“, so Franken. „Die zahllosen Besucher an seinem Grab halten die Erinnerung wach – und machen den Arzt dadurch an diesem Lebens-Ort gewissermaßen unsterblich.“

Ein Dankeschön für die Fotos an den lieben Kollegen Olaf Gellisch, den Herausgeber von „Witten transparent“.





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