RuhrCongress als
„Mekka der Urologen“

Stille im RuhrCongress. Nur ganz vereinzelt sind Worte zu hören. High-Tech-Ausbildung mit High-Tech-Kommunikation. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Priv.-Doz. Dr. Burkhard Ubrig, dem Chefarzt der Urologischen Klinik am Augusta, und in Kooperation mit der Akademie der Deutschen Urologen schulte die Deutsche Gesellschaft für Roboter-assistierte Urologie im Rahmen ihres 9. Symposiums interessierte Ärzte in High-Tech-Operationsmethoden, u.a. mit dem daVinci-System: Der Bochumer RuhrCongress ist an zwei Tagen die Kathedrale des urologischen Fortschritts, das Mekka der Urologen.

Auf einer Großbild-Wand sieht man gleichzeitig drei Live-Übertragungen aus vier Operationssälen der Augusta Kliniken, wo Spitzenchirurgen aus ganz Deutschland Tricks und Kniffe ihres Handwerks demonstrieren. Das mit Kopfhörern ausgestattete Fachpublikum kann einen der Tonkanäle auswählen und dann zuhören, wie ein Moderatorenteam und der jeweilige Chirurg die übertragene Operation kommentieren. Auch Rückfragen an die Operateure sind möglich.

Dr. Ubrig, in diesem Jahr Präsident der Deutschen Roboterchirurgen, hatte zuvor angekündigt, dass es sich um eine der „europaweit aufwändigsten Live-Chirurgie-Veranstaltungen in diesem Jahr“ handele. Fast 50 Moderatoren, Operateure und Referenten bereichern diese außergewöhnliche Fortbildung. In den Augusta-OPs baute die Mindener Firma HT med mehr als vier Tage lang die Infrastruktur auf für dieses hochaufwändige Projekt. Eine eigene Internet-Leitung sorgte für die Stabilität der Bildübertragung. Unfassbar viele Kabel wurden verlegt, die digitalen OP-Geräte „angezapft“, Raumkameras und jeweils ein „Master“ für jeden OP installiert. „In einem OP-Nebenraum“, so Tristan Söhngen von HAT med, „haben wir eine Sendezentrale installiert. Drei weitere Kameraleute lieferten zusätzliche Bilder.“

„Wir wollten hier demonstrieren“, sagt Dr. Ubrig, „was wir nicht nur in Bochum mit robotisch-assistierter und minimal-invasiver Urologie für unsere Patienten heute erreichen können und unser Wissen weitergeben.“ 24 Operationen an Prostata, Blasen- und Nieren sowie Schließmuskeln zeigten und diskutierten die Veranstalter an den beiden Tagen des Symposiums. 24 Patienten hatten dabei die Gelegenheit, sich von hochqualifizierten deutschen Experten operieren zu lassen – und das unter den Argusaugen von rund 250 Fachzuschauern.

„Diesen Patienten danken wir ganz herzlich, dass sie sich für die anonymisierte Videoübertragung zur Verfügung gestellt haben“, so Dr. Ubrig. Beste Nachrichten gab es dann auch bei der Visite am Samstag: „Allen Operierten geht es gut.“























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