Weiter kein Kopftuch
in den Augusta Kliniken

In einem Beitrag zum Kopftuch-Urteil des Bundesgerichtshofes kam am Montag Monika Borggrebe als Mitglied der Geschäftsleitung im Augusta in der Lokalzeit Ruhr des WDR zu Wort. Im Gegensatz zum katholischen Klinikum bleibt das Tragen eines solchen Tuches in den Augusta Kliniken weiterhin untersagt.

„Wir wollen unsere Werte nach außen tragen“, sagte sie, „und uns sichtbar politisch und religiös unabhängig zeigen.“ Im Augusta arbeiten 50 Nationen. Augusta-Mitarbeiterin Betül Özdemir erzählte, dass Freundinnen ihr Kopftuch nicht ablegen wollen und deshalb nicht mehr in ihrem Beruf arbeiten dürfen.

Diese Problematik sieht Nebahat Akdag-Ünal, Rechtsanwältin für Arbeitsrecht, nicht in dieser Tragweite. Sie erläuterte im Studio bei Moderatorin Julia Kleine, dass der Arbeitgeber das Tragen verbieten darf, wenn er einen Kodex für sein Unternehmen aufgestellt hat und dies mit der Arbeitnehmervertretung geregelt habe. „Es ist wirklich immer wieder eine Einzelfallabwägung.“ Und es gebe ohnehin keine einfachen Antworten.

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