Innovative Technik im Augusta
hilft bei Herzklappenfehlern

Es ist eine hochinnovative neue Technik und die Kardiologen der Augusta Kliniken können mit einem speziellen Implantat als eine von zwei Kliniken im Ruhrgebiet, der einzigen in Bochum, jetzt auch Patienten mit früher nicht behandelbaren Herzklappenfehlern helfen.

Das Implantat, die sechs bis acht Zentimeter lange „Carillon-Spange“, ist aus Nitininol® , einem besonderen medizinischen Stahl gefertigt. „Es wird im Herzkatheterlabor in die den Mitral-Klappenring umschließende große Herzvene geführt und dort verankert“, erklärt Dr. Magnus Prull, der leitende Oberarzt der Augusta-Kardiologie. „Das Implantat schließt die undichten Klappen und verbessert so die Herzfunktion.“ Die Spange zieht nämlich den Klappenring zusammen. Dadurch nähern sich die Herzklappenflügel einander wieder an. In der Folge verbessern sich die Dichtigkeit der Klappe, der Blutfluss und damit auch die Herzfunktion.

Für den Eingriff benötigen die Kardiologen nur einen ca. drei Millimeter großen Zugang über die rechte Halsvene. „Das ist ein sehr schonendes Verfahren, mit dem wir auch dann noch helfen können, wenn die chirurgische Methode nicht mehr möglich ist", so Dr. Prull.

Die Herz- oder Mitralklappeninsuffizienz gehört zu den häufigen Erkrankungen. Die Patienten verlieren an Kraft, weil durch die undichte Herzklappe der Blutfluss im Herzen nicht mehr richtig funktioniert. Medikamente helfen nur bedingt. In der Regel muss die Herzklappe chirurgisch korrigiert werden. Besteht das Problem in einer Überdehnung der Herzkammer, kann das neue Verfahren helfen. Die Implantationen der innovativen Spange werden von einer Studie begleitet, an der die Patienten teilnehmen.

Foto Dr. Prull: Olaf Ziegler/Augusta





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