Augusta Ambulante Dienste eröffnen Sozialstation in Gerthe

So lange zu Hause zu bleiben wie es geht, bedeutet für alte oder kranke Menschen ein Stück Lebensqualität. Häufig kommen be­troffene Patienten zu schnell ins Altenheim - einerseits, weil ihnen nicht bekannt ist, welche Varianten der Pflege zu Hause möglich sind und andererseits, weil viele aus Unwissenheit die ihnen zustehenden Zu­schüsse der Krankenkas­sen nicht nutzen.

Diese Erfahrung hat Christiane Breddemann, die Pflegedienstleiterin der Au­gusta Ambulanten Dienste, schon oft gemacht.

Die Pflegespezialisten – ein Tochterunternehmen der Augusta Kliniken - sind gerade in den Bochumer Norden gezogen, haben an der Turnstraße 3 in Gerthe eine neue Sozialstation eröffnet. Ratsuchende in Pflegefragen sind beim größten Pflegedienst in Bochum in den freundlichen neuen Räumen immer willkommen und werden umfassend beraten.

“Das Bestreben unserer Mitarbeiter ist immer darauf ausgerichtet, die ambulante Pflege vor die sta­tionäre zu stellen, Menschen so lange wie möglich in ihrem vertrauten Umfeld zu belas­sen”, so Dr. med. Thomas Hu­lisz, Leiter der Augusta Ambulante Dienste in Bochum und Hattingen. “Dieses erklärte Ziel der Pflegeversicherung müssen vor allem diejenigen in die Tat umsetzen, die mit alten Menschen zu tun haben.”

So hat Dr. Hulisz mit den Krankenkassen als erster konfessioneller Pflegedienst in Bochum schon vor Jahren einen Vertrag zur Palliativpflege geschlos­sen. “Das ist ebenso neu wie wichtig”. Und Simone Lilienfeld, Leiterin der neuen Station an der Turnstraße 3, ergänzt: “Um auch schwerstkranke Men­schen zu Hause begleiten zu können, haben einige unserer Mitarbeiter dafür eine spezielle Weiterbildung.“

Neben den ambulanten Pflegeleistungen sind im Übrigen das Au­gusta und das EvK Hattingen im Verbundsystem der Evan­gelischen Stiftung Augusta die einzigen Anbieter, die in ihren eigenen “Patientenhotels” reine Kurzzeit- und Tagespflege-Betten bereithalten. Vollsta­tionäre Pflege für besonders schwere Fälle wird natür­lich auch angeboten, dafür stehen ein Seniorenheim mit 100 Einzelzimmern sowie be­treute Seniorenwohnungen zur Verfügung.

Um den Verwaltungsaufwand in der Pflege zu erleichtern und zu verringern, arbeiten die 260 Pflegekräfte mit mobilen Mini-Computern, mit denen Daten vom Hauptserver ausgetauscht werden können, berichtet Christiane Bred­demann. “Damit können bei Bedarf laufende Pflegetouren unserer fast 180 Autos in Bochum und Hattingen geändert, aktuelle Entwick­lungen wie eine neue Medi­kamentierung des Hausarztes mitgeteilt, aber auch alle er­brachten Leistungen schnell ohne Papierkram erfasst wer­den”.

“Manch ei­ner nutzt die Möglichkeiten nicht”, verweist Lilienfeld noch einmal auf mögliche Zuschüsse der Krankenkassen. „Es gibt (ab Pflegegrad 2) unter anderem die soge­nannte Verhinderungspflege, wofür die Kasse jährlich bis zu 1.612 Euro zur Verfügung stellt.“

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