Palliativ-Patient Gani Muhaxeri aus Velbert (von links) freut sich mit Dr. Franziska Köntopp und Dr. Curd-David Badrakhan über den Besuch aus Kazan, Russland: Dr. Saniia Samigullina, Dr. Alla Gumerova und Dr. Ilsiia Osipova. Dolmetscherin Bomislava Degen (ganz rechts) sorgte für akzentfreie Übersetzungen.

Russische Ärztinnen bewundern
die deutsche Palliativmedizin

Eine Delegation aus der russischen Republik Tartastan war zu Gast auf der Palliativstation und in der Hämatologischen Ambulanz der Augusta Kliniken. Die drei Ärztinnen aus der Hauptstadt Kazan im europäischen Teil des Riesenreichs informierten sich in Bochum über die Palliativversorgung in Deutschland und gaben selbst einen tiefen Einblick in die Situation in ihrer Heimat.

Palliativmedizin ist in Tartastan, aber auch in Russland, erst seit wenigen Jahren ein Thema. „Es gibt nur wenige Häuser“, erklärt Chefärztin Dr. Alla Gumerova, „die sehr große Flächen versorgen.“ Flächendeckende Versorgung ist Zukunftsmusik, ebenso wie die multiprofessionelle Palliativmedizin mit enger stationärer und ambulanter Verzahnung, die in Deutschland inzwischen Standard ist. Außer im Augusta sahen sich die russischen Ärztinnen übrigens noch im Essener Krupp-Krankenhaus um.

Augusta-Oberarzt Dr. Curd-David Badrakhan von der Klinik für Hämatologie, internistische Onkologie und Palliativmedizin, der die Russinnen begleitete und betreute, erzählt, dass die Grundpflege in Russland immer noch von der Familie geleistet wird und dass die Abrechnung medizinischer Dienstleistungen problematisch sei. „Sie bewundern vor allem unser hohes Maß an Professionalisierung.“



← zurück