Augusta Kliniken wieder als
selbsthilfefreundlich zertifiziert

Schon zum dritten Mal erhielten die Augusta Kliniken im Namen des Netzwerks Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen die Urkunde für die Auszeichnung „selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ Thomas Drathen nahm für die Geschäftsführung die Urkunde entgegen. Mit seinem Dank für die begehrte Auszeichnung verband er das Versprechen, auch in Zukunft für Selbsthilfefreundlichkeit zu sorgen.

Besonders ist, dass diese Auszeichnung nur vergeben wird, wenn die vor Ort beteiligte Selbsthilfe eine positive Bewertung der gemeinsamen Zusammenarbeit vornimmt. Die Auszeichnung bestätigt somit die gelungene Kooperation mit der Selbsthilfe, die in den Augusta Kliniken intensiv gelebt wird.

Als selbsthilfefreundliches Krankenhaus gilt, wenn man sich auf die Fahnen geschrieben hat, die Kooperation mit der Selbsthilfe nicht dem Zufall oder dem Engagement Einzelner zu überlassen, sondern diese Zusammenarbeit als Aufgabe und Auftrag des gesamten Hauses zu verstehen: Im Augusta wird eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit Vertretern von Selbsthilfegruppen gefördert, werden Abläufe und Prozesse gefördert, um zu prüfen, wie und wo Selbsthilfe noch eine Rolle spielen kann.

Gemeinsam mit der Selbsthilfe wird geplant, wie Patienten frühzeitig mit Selbsthilfegruppen oder -organisationen in Kontakt kommen können, damit sie nach ihrer Zeit in der Klinik leichter einen Zugang zu entsprechender Unterstützung finden.

„Damit haben Sie einen in seiner klaren Struktur und Transparenz immer noch besonderen Weg in der Gestaltung der Kooperation mit der Selbsthilfe beschritten“, lobte Antje Liesener,

die Koordinatorin des Netzwerks „Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen“ in ihrer Rede. „Dass die Vertreter der Selbsthilfe als Experten aus Betroffenheit anerkannt werden und systematisch auf Augenhöhe miteinander gearbeitet wird – das ist noch nicht selbstverständlich.“

„Mit der Umsetzung der Qualitätskriterien zur Selbsthilfefreundlichkeit“, so Liesener weiter, „haben die Augusta Kliniken ihren starken Willen gezeigt, die bisherige gute Zusammenarbeit mit den Selbsthilfegruppen weiter zu intensivieren und nachhaltig auf hohem Niveau beizubehalten.“

Dass sehr viel Zeit, Arbeit und Mühe hinter dieser Auszeichnung steckt, wissen alle Beteiligten – und sowohl Liesener als auch Thomas Drathen sprachen dafür ihren Dank aus. Das Konzept der Selbsthilfefreundlichkeit könne schließlich nur gelingen, wenn alle Beteiligten bereit seien, sich auf eine intensive Zusammenarbeit einzulassen.

Dank ging an die Klinikleitung, die das Thema Selbsthilfefreundlichkeit zu einem Schwerpunkt ihres Hauses gemacht hat und dauerhaft die entsprechenden Ressourcen zur Verfügung stellt und an die Fachkräften, welche diesen Prozess in guten wie in mühsamen Zeiten begleiten und moderiert haben. Liesener dankte auch der Selbsthilfebeauftragten Dorothee Henzler und ihrer Stellvertreterin Lelde Malkevica, sowie Frau Hackstedt von der Selbsthilfe-Kontaktstelle Bochum, „die alle nicht nur ihre Fachkompetenz, sondern auch viel persönliches Engagement mit eingebracht haben.“

Lieseners Dank ging auch an die Selbsthilfegruppen selbst, die nicht alle vertreten waren, aber namentlich erwähnt wurden:
    • Selbsthilfegruppe für Krebsbetroffene e. V. Bochum und Beratungsstelle
    • Prostata Selbsthilfegruppe Bochum
    • Deutsche ILCO Selbsthilfegruppe für Stomaträger und Menschen mit Darmkrebs
    • Selbsthilfegruppe der Dialysepatienten/innen und Nierentransplantierten Bochum e. V.
    • Selbsthilfegruppe Lungenkrebs „Das andere Atmen“
    • Selbsthilfegruppe Schlafapnoe - Atemstillstand e. V. Bochum
    • Selbsthilfegruppe Adipositas Zentrum Bochum
    • Fibromyalgie-Liga Deutschland e.V., Selbsthilfegruppe Bochum Süd
    • Selbsthilfegruppe Non-Hodgkin-Lymphome e. V.
    • Selbsthilfegruppe Blasenkrebs Bochum


Sie alle haben sich geduldig und unermüdlich ehrenamtlich zur Verfügung gestellt und durch Ihr Erfahrungswissen und Engagement dafür Sorge getragen, dass die Augusta Kliniken ihre Angebote wirksam an den Bedürfnissen der Patienten und Patientinnen ausrichten können und Selbsthilfe sichtbar wird. Dass die Idee eines „selbsthilfefreundlichen Krankenhauses“ in reale Maßnahmen umgesetzt werden kann, haben die Augusta Kliniken eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Welches sind die 8 Qualitätskriterien ?

1. Sie ermöglichen die Selbstdarstellung der Selbsthilfe, in dem Sie Räume, Infrastruktur, Präsentationsmöglichkeiten zur Verfügung stellen
2. Sie weisen Patienten und Angehörige regelhaft auf die Möglichkeiten zur Teilnahme an Angeboten der Selbsthilfe hin
3. Sie unterstützen die Öffentlichkeitsarbeit der Selbsthilfe, in dem Sie als Augusta Kliniken über die Zusammenarbeit berichten
4. Die Augusta Kliniken haben eine Selbsthilfebeauftragte mit Stellvertretung als zentrale Ansprechperson für das Thema Selbsthilfe benannt.
5. Der Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen Selbsthilfegruppen, Selbsthilfekontaktstelle und den Augusta Kliniken ist gesichert
6. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Augusta Kliniken werden mit Mitwirkung der Selbsthilfe zum Thema Selbsthilfe wird qualifiziert
Einbeziehung der Selbsthilfe in die Fort- und Weiterbildung von Mitarbeitern 7. Die Partizipation der Selbsthilfe an Gremien der Augusta Kliniken wird ermöglicht,
8. Die Kooperation zwischen den Augusta Kliniken und der Selbsthilfe-Kontaktstelle Bochum ist verlässlich gestaltet, formal beschlossen und dokumentiert.











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