"Neubau" der Notaufnahme: EvK Hattingen investiert eine knappe Million

„Wo gehobelt wird“, sagt das Sprichwort, „da fallen Späne.“ Und genau das wird jetzt etwa ein Jahr lang im Evangelischen Krankenhaus Hattingen (EvK) der Fall – und für die Patienten und Besucher auch spürbar sein. Mit einem Kostenvolumen von knapp einer Mio. Euro gestaltet das EvK auf rund 1.000 Quadratmetern sein neues Patienten-Service-Center: Dazu gehören in Zukunft neben der Notaufnahme auch die ambulante und die stationäre Aufnahme. „Damit optimieren wir die Abläufe sowohl für die Patienten als auch für die Mitarbeiter“, sagt Geschäftsführer Ulrich Froese, „und schaffen auf der Ebene 3 einen zentralen Anlaufpunkt für alle Patienten.“

Die Zunahme der in der Notaufnahme zu behandelnden Patienten – ein allgemeiner Trend in deutschen Krankenhäusern - ist im EvK schon seit Jahren zu spüren. Insbesondere aber durch die Auflösung der Chirurgischen Ambulanz sowie der Intensivstation in der Nachbarklink hat sich der Trend im EvK nun deutlich verstärkt. „Wir verzeichnen“, so Verwaltungsleiter Mario Kleist, „eine Fallzahlsteigerung von 41,5 Prozent bei den ambulanten Patienten. In den letzten zwei Jahren haben die Fallzahlen um über 6.000 Patienten zugenommen.“ Der seit Jahren geplante umfangreiche Umbau zur Verbesserung der Versorgung durch die Notaufnahme, so Kleist weiter, „muss und wird nun beginnen.“ Marcus Behrens ist der Pflegerische Leiter des neuen Patienten-Service-Centers (PSC). Wie Marcus Fritz, der Leiter des EvK-Pflegemanagements, war auch er dabei, als die EvK-Geschäftsführung der Presse die Maßnahme vorstellte, die bereits im Dezember begonnen wurde. „Damals war das für die Menschen noch nicht spürbar“, so der Ärztliche Direktor Dr. Helfried Waleczek. „Jetzt allerdings rücken wir mit der Baumaßnahme immer näher an die Patienten heran, um deren Geduld wir ausdrücklich bitten.“

Im Dezember soll der umfangreiche Umbau abgeschlossen sein, der im Übrigen zum großen Teil mit den hauseigenen EvK-Handwerkern bewerkstelligt wird.

Im Gespräch wies Geschäftsführer Froese noch darauf hin, dass im Jahr 2015 auch noch die Zentralsterilisation, die Trinkwasserversorgung sowie die Lüftung erneuert werden, „um unser Haus fit für die Zukunft zu machen.“ Alle – auch für weitere Sanierungen in 2015 - geplanten Investionen beziffern sich auf rund 5 Mio. Euro. Im kommenden Jahr steht dann noch ein Neubau auf dem Plan: An der Stelle des jetzigen Verwaltungsflachbaus wird ein weiteres Bettenhaus errichtet, um die Zahl der Ein- und Zweibettzimmer zu erhöhen.

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