EvK-Chefarzt Dr. Waleczek beschenkt Bürgermeisterin beim 14. Gesundheitstag

Zum 14. Hattinger Gesundheitstag begrüßte Bürgermeisterin Dr. Dagmar Goch gemeinsam mit Privatdozent Dr. Helfried Waleczek, Ärztlicher Direktor am Evangelischen Krankenhaus Hattingen (EvK) und gleichzeitig Vertreter der Hattinger Ärztegemeinschaft, wieder einmal sehr viele interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Goch und Waleczek bedankten sich ausdrücklich bei den vielen Teilnehmern und deren freiwilligen Helfern, ohne die ein solcher Informationstag gar nicht möglich sei. Zum diesjährigen Motto „Medizin in Hattingen“ luden sie abermals zu vielen Fachvorträgen und Informationsständen ein.

Als große Überraschung für alle, besonders aber für die Bürgermeisterin selbst, überreichte Dr. Waleczek der „Ersten Bürgerin“ ein extra für sie vom GlasAtelier Beate Kuchs designtes grünes Gesundheitskreuz. Dies war ein Dankeschön für die jahrelange Unterstützung und Mitorganisation der Gesundheitstage im Hattinger Rathaus sowie im Hinblick darauf, dass dies ja der letzte Gesundheitstag in Gochs Amtszeit sei.

Zum Ende der Begrüßung warb Dr. Waleczek für die Aktion „Rudern gegen Krebs“. Diese Veranstaltung wird – als einzige in NRW - am 16. August zusammen mit der Stiftung „Leben mit Krebs“, den beiden Hattinger Rudervereinen als Ausrichter und den Augusta Kliniken Bochum Hattigen (EvK) als Koordinator an der Ruhr, nahe Landhaus Grum stattfinden. Schirmherrin dieser außergewöhnlichen Benefiz-Regatta ist Landtagspräsidentin Carina Gödecke.
In einem der ersten Vorträge des Tages referierte Dr. Waleczek dann, in seiner Eigenschaft als Chefarzt der Chirurgischen Klinik im EvK, zum Thema „Resistente Keime im Krankenhaus“. Dabei verwies er zunächst auf die Geschichte von Mikroorganismen und auf die natürliche Besiedlung des Menschen mit Keimen. „Die Keime schaden uns zunächst nicht“, so der Chefarzt. „Erst wenn die Keime resistent gegen Antibiotika sind, können sie zu Problemerregern werden.“
Dabei zeigte er auf, dass die meisten Problemerreger von außen ins Krankenhaus kommen und wie sie im Zusammenspiel mit inneren und äußeren Faktoren zu Infektionen führen. Zur Vermeidung von Infektionen stellte er die vielen und wichtigen Maßnahmen vor, die in einem Krankenhaus standardmäßig durchgeführt werden. „Dabei ist die Händehygiene, also das richtige Händewaschen, eine der wichtigsten Maßnahmen zur Verhinderung der Infektionsverbreitung. Hier kann jeder effektiv mithelfen“, so Waleczek.

In einem weiteren Vortrag referierte Professor Andreas Tromm, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am EvK, über Nahrungsmittelunverträglichkeiten. „Dabei ist zunächst auf die Unterscheidung von Unverträglichkeit und Allergie zu achten“, so der Experte.
„Mit Hilfe eines Ernährungsprotokolls werden dann die genauen Unverträglichkeiten festgehalten.“ Anschließend ging Tromm insbesondere auf Nahrungsmittelintoleranzen gegen Laktose, Fruktose, Sorbit, Glutamat, Gluten und Histamine ein. So erklärte er, mit welchen Verfahren diese Unverträglichkeiten feststellt werden, warum Unverträglichkeiten gegen diese Stoffe entstehen und welche Auswirkungen sie auf den Körper haben können.

Zur Vermeidung der Auswirkungen bleibt meist nur der Verzicht auf die entsprechenden Lebensmittel. Dazu gibt es Ernährungstabellen, jedoch bietet der Handel inzwischen auch schon viele extra ausgezeichnete Produkte an, die dann zum Beispiel laktose-, glucose- oder glutenfrei sind.

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