Sachstand zum Abriss der Augusta-Kapelle

Nachdem der Abriss der ehrwürdigen, über 100 Jahre alten Augusta-Kapelle bereits Ende 2014 hatte stattfinden sollen, wird es nach aktuellen Informationen von Geschäftsführer Ulrich Froese nun wahrscheinlich April bzw. Mai werden.

„Es hat komplexe Umplanungen gegeben, die auch unterirdische Anbindungen des Neubaus an den Altbau beinhalten“, erläuterte er die Verzögerungen. Der Geschäftsführer lässt durchblicken, dass es noch eine Abschiedsveranstaltung geben wird, obwohl in den vergangenen Monaten schon sehr viele Augustaner dort ihren ganz persönlichen Abschiedsbesuch gemacht haben. „Die Abrissgenehmigung liegt vor. Eigentlich könnten wir sofort mit dem Abriss beginnen. Aber das macht ja zum jetzigen Zeitpunkt noch keinen Sinn.“

Informationen zum geplanten Abriss und zur neuen Nutzung des Bereiches hatte Ulrich Froese schon Mitte Juni 2014 im Rahmen einer Mitarbeiterversammlung gegeben. Die Kapelle war voll besetzt, als der Geschäftsführer seine Ausführungen begann und dezidiert erläutere, warum der alte Sakralbau einem neuen Gebäude weichen muss.

Dabei war er mit seinen Erklärungen auf offene Ohren gestoßen. Die teilweise auch über die Presse geäußerte Kritik am geplanten Abriss war unter anderem auch von den beiden Krankenhaus-Seelsorgern nicht geteilt worden. Es war vielen der Kritiker stets um die nachvollziehbaren Emotionen gegangen, die ein solcher Abriss auslöst.

Auch bei dieser Mitarbeiterversammlung war deutlich geworden, dass das Verschwinden des kleinen Gotteshauses vielen ans Herz geht. Allen aber war klar, dass die Zwänge zur Erweiterung des Augusta nicht zu ignorieren sind. „Es ist wirklich schön“, so Froese damals, „dass die Menschen bei uns im Augusta den geplanten Abriss der Kapelle nicht sang- und klanglos hinnehmen. Es war und ist zu spüren, dass dieses alte Gebäude einen hohen Stellenwert hat.“ (ef)

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