Chefarzt Prof. Dr. Tromm
bei Arzt-Patienten-Seminar

Ein Arzt-Patienten- Seminar zum Thema „Durchfall – eine Volkskrankheit?“ veranstaltete die Deutsche Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung (DCCV) e.V. im Essener Haus der Technik. Fünf Spezialisten – darunter federführend auch Prof. Dr. Andreas Tromm, Chef der Inneren Klinik am Evangelischen Krankenhaus Hattingen - vermittelten den Teilnehmenden in Referaten und im anschließenden Gespräch eine Fülle an Informationen zum Thema Durchfall.

Unter chronischem Durchfall leidende Patienten gehen oftmals erst gar nicht zum Arzt oder werden mit allgemeinen Hinweisen abgespeist. Dabei führt das Symptom Durchfall bei einigen Betroffenen zu starken Einschränkungen: „Ich war durch die Durchfälle sehr beeinträchtigt: Weggehen oder Kino- und Theaterbesuche - alles wurde gestrichen, weil ich mich nicht mehr getraut habe“, so eine Betroffene im Gespräch.

In dem Seminar wurden verschiedene mögliche Ursachen von Durchfall erläutert sowie Verlaufsformen, Diagnostik und Therapieoptionen. Auch wurden verschiedene Krankheitsbilder vorgestellt, bei denen Durchfall das Leitsymptom ist. Dazu zählt auch die in weiten Kreisen noch recht unbekannte mikroskopische Kolitis. eine zunehmend verbreitete Krankheit.

Prof. Andreas Tromm, seit Längerem Sprecher des Beirates der DCCV, erklärt: „Die mikroskopische Kolitis ist eine zunehmend verbreitete, chronisch entzündliche Darmerkrankung, bei der Durchfall auch eine typische Begleiterscheinung sein kann. Durch eine Darmspiegelung mit Gewebeentnahmen kann sie gut erkannt und dann auch behandelt werden.“