„Kevin und Liselotte“: Projektstart gelungen

Vereinsamung musste die Familie Hase auf der Bühne der Kammerspiele nicht befürchten. Ganz im Gegenteil: In der Komödie „Hase Hase“ von Coline Serreau ging es auf engstem Raum extrem turbulent zu. Die zunächst vierköpfige Familie wächst in ihrer kleinen Wohnung auf bis zu elf Personen an. Ein Raum, vollgestopft mit Menschen voller individueller Probleme, die sich zur Herausforderung für die ganze Gruppe auswachsen.

So viel Trubel herrscht üblicherweise nicht bei den vier Seniorinnen, die Freitagabend in Begleitung von vier StudentInnen die Bochumer Kammerspiele besuchten. Jung wie Alt - sie alle gehörten zum Projekt "Kevin und Liselotte", das junge Menschen und Senioren zusammenbringen möchte.

Auch Patienten der Augusta Ambulanten Dienste nutzten die Gelegenheit, mit „Kevin und Liselotte“ den Kampf gegen soziale Vereinsamung aufzunehmen. Acht Studentinnen und Studenten der Ruhr-Universität Bochum hatten dieses ambitionierte Projekt ins Leben gerufen, das den Austausch der Generationen befördert:  Junge Menschen profitieren von den Erfahrungen der Senioren, und die Senioren bleiben aktiv und knüpfen neue Kontakte.

Hans Joachim Salmen, Vorsitzender des Freundeskreises des Schauspielhauses Bochum, hatte die Gruppe empfangen, denn sein Kreis unterstützt das Pilotprojekt großzügig und hatte die Tickets an diesem Abend gesponsert. Bevor man gemeinsam die Komödie „Hase Hase“ anschaute, hatten Jung und Alt erst einmal Gelegenheit, sich in lockerer Atmosphäre und bei einem Getränk kennen zu lernen. 

Nach der Vorstellung war die Begeisterung groß. Nicht nur für die Komödie, sondern auch für das gelungene Pilotprojekt. „Das war ein großartiger Abend und eine tolle Erfahrung“, sagte Patricia D., eine der Teilnehmerinnen.

Bereits am 10. April geht es weiter. Dann findet ein Kennenlern-Treffen für die nächste Veranstaltung statt. Interessierte können sich im AWO-Stadtbüro unter Telefon 0234 964770 informieren und anmelden.

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