Bundestagspräsident Prof. Lammert läuft mit

Das war wieder eine gelungene Veranstaltung. Und auch bei der vierten Auflage des Solidaritätslaufes für Brustkrebspatienten im Stadtpark konnten die Ausrichter vom VfL Bochum und die Veranstalter des Vereins „Aktiv gegen Brustkrebs e.V.“ erneut die Teilnehmerzahl steigern: Es gab 823 Meldungen (Vorjahr 700) – und eine der Startnummern trug kein Geringerer als Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert.

Den prominenten Läufer holte sich Moderatorin Katja Leistenschneider natürlich sowohl vor als auch nach dem Lauf ans Mikrofon. Die Anwesenden erfuhren bei mittlerweile strahlendem Sonnenschein am Bismarckturm, dass Lammert, der die Strecke erstaunlich schnell bewältigte, ein geübter Läufer ist. „In meiner Altersklasse“, sagte der nur ganz leicht schwitzende Politiker, „habe ich schon einige Pokale gewonnen.“

Sowohl bei den (Nordic) Walkern als auch bei den Läufern waren wieder Hunde, Kinderwagen und reine Solidaritäts- und Spaßläufer mit von der Partie. Alle Teilnehmer einte der solidarische Gedanke des Tages: Es geht für Betroffene in der Tat vor allem darum, moderat Sport zu treiben, um die Heilungschancen bei Brustkrebs  (und allen anderen Krebsarten) positiv zu beeinflussen.  Augusta-Chefonkologe prof. Dr. Dirk Behringer war ebenso auf der Strecke wie seine Kollegin Priv.-Doz. Dr. Gabriele Bonatz. Die Chefärztin der Augusta-Frauenklinik walkte mit durch den Park.

Der acht Monate alte Neo, der im Kinderwagen mit seinen (rennenden) Eltern Chantal und David Delgado den Stadtpark zweimal umrundete, ließ sich von der Geschwindigkeit kein bisschen beeindrucken: Er schlief seelenruhig - vom Start bis zum Zieleinlauf.

Hellwach war dagegen Florian aus La Réunion, der mit einer Gruppe von Austauschschülern der nahen Hildegardis-Schule und den Sportlehrern an den Start gegangen war. Solidarität auch aus dem Bochumer Osten: Silvia Bärens, Vorsitzende der Sportvereinigung Langendreer 04 war mit am Start.

Noch mehr Solidarität bewiesen die Funktionäre der LGO Bochum, die noch am Morgen den 13. Volkslauf "Rund um den Kemnader See“ organisiert und über die Runden gebracht hatten. Der erste Vorsitzende Stefan Geiß und sein Vorstandskollege Dieter Merten kamen zum Bismarckturm und hatten eine 500-Euro-Spende für den Verein „Aktiv gegen Brustkrebs e.V.“ dabei, die sie an Sabine Jacoby übergaben.

„Wir hatten von vornherein gesagt, dass wir von jedem unserer Startgelder einen Euro an den Verein Aktiv gegen Brustkrebs spenden wollten“, sagte Geiß. „Die Termindublette am heutigen Sonntag war nicht toll, weil wir uns mit unseren Veranstaltungen ja keine Konkurrenz machen wollen.“ Üblicherweise, so ergänzt Dieter Merten, „spenden wir an das Hospiz St. Hildegard. Die bekommen dann diesmal etwas weniger.“ Eine großartige Geste, die von den Menschen am Bismarckturm mit großem Applaus honoriert wurde.