Der Raum Anatol (hier mit dem Künstler) wird bald zur Kapelle umgestaltet.

Anatol plant mit an der "Kapelle unter dem Himmel"

Der Abriss der alten Augusta-Klinik-Kapelle ist zwar beschlossene Sache, wird aber noch eine ganze Weile auf sich warten lassen. Frühestens Ende des Jahres wird der Backsteinbau einem notwendigen Neubau weichen. Die Ruhe und Einkehr Suchenden werden dann in der neuen „Kapelle unter dem Himmel“ beten und meditieren können.  „Ein Pfarrer“, so Geschäftsführer Ulrich Froese,  „hat mich mit diesem Namensvorschlag beeindruckt.“

In der Tat befindet sich der bisherige „Raum Anatol“, der für Gottesdienste und innere Zwiesprachen gemeinsam mit dem Namenspatron und Künstler Anatol Herzfeld umgestaltet werden wird, ganz nahe am Himmel: Im 6. Obergeschoss von Haus 1. Damit auch ganz nahe an der benachbarten Seelsorge. Und ist – das sagen alle - viel besser erreichbar und leichter zu finden als die alte Kapelle.

Die Kapelle weicht einem dringend notwendigen Erweiterungsbau mit über 100 Betten für die Urologie, die Chirurgie und die Gefäßchirurgie – ausschließlich in Ein- und Zweibettzimmern. In der Zukunft wird es im Augusta nur noch solche Zimmer geben. 

„Für den normalen Gottesdienst“, so die evangelische Seelsorgerin Martina Haeseler ganz pragmatisch, „brauchen wir die Kapelle nicht.“ Aber die individuelle Trauer müsse einen Raum bekommen. Für größere Trauerfeiern werde man in Zukunft in den  Hörsaal oder auch in die nahe Lutherkirche ausweichen. „Wir haben uns die Entscheidung  gewiss nicht leicht gemacht“, sagt Ulrich Froese, „haben sogar an Abreißen und an anderer Stelle, z.B. im Park, wieder Aufbauen gedacht.“ Das wäre dann aber für die kranken Menschen ein viel zu weiter Weg gewesen.

Der Bereich der Kapelle ist aber nicht die einzige noch bevorstehende Maßnahme: Eine Erweiterung betrifft internistische Betten und eine Palliativstation. „Das ist genau das Richtige“, stellt Martina Haeseler fest. „Wir brauchen eine solche Station, die es bisher noch nicht gibt.“ Das sei auch die Meinung von Hospiz-Chefin Katrin Gondermann. In anderen Häusern gebe  es lediglich einzelne Palliativbetten.

Es wird im Bereich der Liegendanfahrt, nahe der Zeppelinstraße, auch ein weiteres Parkhaus mit 200 Stellplätzen entstehen. Dort ist in der Zukunft auch noch ein weiteres Gesundheitszentrum  geplant. „Die Niedergelassenen Ärzte suchen die Nähe der Krankenhäuser.“ Die Kosten für all diese Maßnahmen – einschließlich OP-Erweiterung - beziffert Ulrich Froese mit einem Gesamtvolumen von 25 Mio. Euro.
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