WAZ öffnete Augusta-Küche für neun Leser

Was ist schon ein Vier-Sterne-Restaurant gegen die Augusta-Küche? Diesen individuellen Eindruck nahmen neun WAZ-Leser mit nach Hause, die sich im Rahmen der Aktion „Die WAZ öffnet Türen“ im Reich des Küchenteams von Chef de Cuisine Ralf Meyer umsehen – und reichlich probieren – durften.

Die Leser des Bochumer Lokalteils hatten sich unter einer großen Auswahl attraktiver Aktionen für jeweils eine beworben, wobei von Beginn an klar war, dass alle Augusta-Küchen-Besucher an der Zubereitung schöner Speisen interessiert waren.

Prof. Dr. Alexander S. Petrides, der Ärztliche Direktor, begrüßte in Vertretung des Geschäftsführers die Gäste sowie WAZ-Lokalredakteur Jürgen Stahl und den Fotografen Dietmar Wäsche im Hause. Der Chefarzt der Inneren Klinik schilderte auch einige seiner persönlichen Eindrücke und wie es dazu kam, dass man einen Sternekoch dazu bewegen konnte, im Augusta die Speisenversorgung zu revolutionieren.

Ralf Meyer hatte sein ganzes Küchenteam aufgeboten, um den Gästen allerlei zu zeigen und zu erklären – immer orientiert an den Bedingungen, die sich für eine Krankenhaus-Küche bieten. Sous-Chef Ansgar Iding, die Köche Thorsten Wichmann, Jan Siedelmann, Markus Linders, Marcel Wenzel und Gudrun Jäger zauberten mit der Hilfe von Sümrüt Chmielewski Großartiges erst auf den Teller, dann auf den Tisch.

Alle probierten die selbst gezogene Brühe und danach eine ayurvedische Spezialität, wie sie in der Klinik für Neurologische Komplementärmedizin im Evangelischen Krankenhaus Hattingen (EvK) gereicht wird. Das EvK gehört wie das Augusta zur Evangelischen Stiftung Augusta.

Serviert wurde unter anderem auch Zander mit einer Ratatouille und (exquisitem!) Kartoffelbrei sowie später der im Augusta von allen hoch gerühmte Düsseldorfer Senfrostbraten mit Rösti und Bohnen, während die Besucher sich reichlich umschauten und dem Küchenteam Fragen stellten. Die dreieinhalb Stunden lange Führung krönte am Ende eine Dessertvariation, die optisch wie geschmacklich einen höchstklassigen Abschluss bot. Einer der Gäste verwies auf das bald beginnende „Bochum kulinarisch“, das diesmal unter dem Motto „Pils und Pilz“ steht, und forderte energisch, dass „die Augusta-Küche da doch unbedingt hingehört und unbedingt teilnehmen muss.“

Dass Geschäftsführer Ulrich Froese sein Küchenteam dort gern zaubern sehen würde, ist kein Geheimnis: Das Augusta hat sich längst beworben, wurde aber zunächst nicht angenommen, weil „es kein Restaurant ist“. Im letzten Jahr aber war man dann eingeladen. Eine Teilnahme scheiterte aber leider an urlaubsbedingtem Personalmangel.