Palliativnetz informiert:
„Thema wird gern verdrängt“

Das Palliativnetz Bochum e.V. hatte ins Museum Bochum eingeladen. Es gab Vorträge und Diskussionen zum Thema „Wenn wir pflegebedürftig werden - Vorsorge, Chancen und Möglichkeiten“.

Dieses Thema wird „gerne so lange wie möglich verdrängt“ sagt Christiane Breddemann, Pflegedienstleitung der Augusta Ambulanten Dienste und Vorstandsmitglied des Palliativnetzes. Umso schöner, dass zur jüngsten Veranstaltung etwa 100 Besucherinnen und Besucher kamen, um sich über die Möglichkeiten ihrer eigenen Pflege und der Pflege ihrer Angehörigen zu informieren.

Pflegebedarf entsteht nicht erst im Akutfall, so die wichtige Botschaft, sondern beginnt schon bei Themen wie eine Patientenverfügung oder der Vorsorgevollmacht. Diese sollten idealerweise schon frühzeitig verfasst und auch mit Angehörigen besprochen werden.

Diese und weitere Aspekte haben die Referentinnen ihrem Publikum anhand von interessanten Fallbeispielen veranschaulicht. Die Expertinnen kamen allesamt aus den Reihen des Palliativnetz Bochum und repräsentierten einen Teil der Netzpartner: Tanja Moormann, Mitarbeiterin des Sozialdienstes der Augusta Kranken Anstalt, Christiane Breddemann, Pflegedienstleitung der Augusta Ambulanten Dienste, Christel Müller-Ovelhey, Koordinatorin des Hospizverein Wattenscheid e.V. und Birgitta Behringer, Haus- und Palliativärztin in Bochum. Moderiert wurde der Nachmittag vom Palliativarzt Jürgen Thomas.

Im Anschluss an die Vorträge standen, neben den Referentinnen, zahlreiche weitere Netzpartner für Gespräche, Fragen und praktische Tipps bereit. Spätestens jetzt war das Eis gebrochen und die Besucher zeigten starkes Interesse.

Das Palliativnetz ist ein gemeinnütziger Verein und finanziert seine Arbeit für schwerstkranke und sterbende Bochumerinnen und Bochumer aus Spenden. Deshalb haben sich die Vertreter des Netzes über die Spendenbereitschaft des Publikums sehr gefreut.