Augusta-Seniorenheim:
Ausstellung eröffnet

Unter dem Motto „Lassen Sie sich überraschen, da ist viel drin...“ ist die 2. Vernissage im Augusta Seniorenheim, Kesterkamp 20 in Bochum-Linden eröffnet worden.

Die Bilder stammen von den Bewohnerinnen und Bewohnern des Seniorenheimes. Diese arbeiten seit fast dreieinhalb Jahren Woche für Woche unter Anleitung der Kunsttherapeutin Anne Siebel an den wirklich schönen Werken. „Aus den zaghaften Anfängen haben sich sehenswerte Exponate entwickelt. Themen sind und ergeben sich aus den Jahreszeiten, Festen sowie Erinnerungen und Biografien der Künstler“, so die Therapeutin. „Aber auch Neues wird umgesetzt, wenn die Senioren zum Beispiel bekannten Malern auf der Spur sind. Jeder kann so zeigen, dass er auch was Tolles zu Stande bringt.“

Seit Herbst 2010 sind so an die 800 Werke von 25 Teilnehmern entstanden, auf die die Senioren stolz sind. Natürlich kann nicht alles gezeigt werden, aber so ist die Vernissage zu einer echten Wundertüte mit vielen Überraschungen geworden.

Zu Beginn der Vernissage, die übrigens bis auf den letzten Platz besetzt war, sprach Einrichtungsleiter Norbert Bongartz die Begrüßungsworte. Anschließend erläuterte Anne Siebel und ihre Praktikantin Angie Pohlmann die Kunsttherapie und stellten einige Bilderreihen zu bestimmten Themen vor. Zwischen den Reden sorgte das „Harmonia-Duett“ für eine musikalische Auflockerung. Die erfrischende Musik, vorgetragen von Irina Scherbakova (Klavier) und Vera Helmke (Domra), animierte sogar viele Zuhörer zum Mitschunkeln und –klatschen. 

Abschließend eröffnete Geschäftsführer Ulrich Froese, selbst ein bekennender Kunstfreund und Sammler, die Ausstellung. Dabei bedankte er sich bei allen Akteuren und betonte wie wichtig Kunst im Leben eines Menschen ist. „Auch mir hat die Kunst schon häufig geholfen!“  

Zusatz-Info:

Die Kunsttherapeutin und Betreuerin Mechthild Klünnen beglückwünschten die Malerinnen und Maler und stellten sie mit  einem Kurzporträt vor:

Jozef Olender, der besonders auf Exaktheit achtet, jeder Fleck stört. Wenn’s sein muss, wird er mit dem Messer weggekratzt.

Anna Kleine-Brüggeney, die Schnellmalerin. Andere überlegen noch, wie sie ihr Bild gestalten, da geht sie schon in die zweite Runde.

Inge Krause liebt das bunte Gestalten. Wenn ein Bild schlicht ist, findet sie garantiert noch Ornamente oder Schmückendes.

Günter Schulz kommt immer zum „Arbeiten“. Da Arbeit anstrengend ist, braucht man aber dann auch Zigarettenpausen.

Werner Michels hat den Schalk im Nacken. Malen ja, aber schnell bitte.

Helga Pfeiffer liebt zarte Farben, das Bild darf nicht überladen sein. So hat sie einen typischen Stil entwickelt.

Günter Krings ist erst kurz in der Malgruppe. Er ist verschwiegen, malt dafür aber, als hätte er nie etwas anderes getan.

Hilde Brell ist auch noch nicht lange in der Gruppe. Sie zeigt, wie man Farben mischt.

Heinz Ritz ein alter Hase. Souverän nimmt er jede Herausforderung an.

Hildegard Steinke ist nun wieder dabei und bringt Schwung in die Gruppe.