20 Jahre Augusta Seniorenheim: 
„Christus hat keine anderen Hände als unsere Hände.“ 

In einer möglichst privaten Umgebung sollten sie wohnen, die alten Menschen, die ab November 1994 mit ihren Koffern in das Augusta Seniorenheim einzogen. 100 Einzelzimmer und lediglich vier Doppelzimmer bot deshalb das neue Haus am Kesterkamp 20 in Bochum-Linden und war mit diesem Konzept etwas Besonderes in der Bochumer „Heim-Landschaft“. Den 20. Geburtstag ihres gemütlichen Hauses haben Bewohner, Mitarbeiter und Gäste gerade gefeiert.

„Die Geschichte des Altenheims hatte aber eigentlich schon 1983 begonnen“, erzählt Einrichtungsleiter Norbert Bongartz, „als wir - damals noch nicht zum Augusta gehörend - als evangelische Krankenhausgesellschaft Linden das Altenkrankenheim am Dornbusch in Altenbochum gepachtet haben.“ Aus diesem Engagement entwickelten Pastor Manfred Schmidt und Dipl.-Psych. Uwe Machleit das Grundkonzept für ein Altenzentrum in Linden, das Anfang der 1990erjahre planerisch umgesetzt wurde.

Die Augusta-Kranken-Anstalt hatte 1991 das Lindener Krankenhaus übernommen und Architekt Bernhard Voigt führte nun viele Gespräche mit den später leitenden Mitarbeitern wie Bongartz und Maria Brünsch, sowie Anke Kesper, Petra Venzke und Margot Lichtmeß vom Sozialdienst. Sie alle hatten schon in Altenbochum mitgearbeitet und nun großen Einfluss auf die Gestaltung des innovativen Hauses. Das dortige Haus war zwischenzeitlich von der Stadt Bochum übernommen worden.

„Ab dem 1. November 1994 dann“, so Jürgen Platzmann aus der Verwaltung, „schnappte sich ein Teil der Mitarbeiter aus Altenbochum Putzeimer und –lappen und machte die ersten Räume bezugsfertig.“ Die ersten Bewohner zogen am 7. November 1994 in die oberen Etagen ein. Täglich wurden es mehr. Im Februar 1995 waren dann alle Zimmer bewohnt und alle Mitarbeiterstellen besetzt.

Margarete Hohmann lebt von Beginn an im Augusta-Heim – und sie wird immer noch begleitet von beinahe 20 Menschen der „ersten Stunde“, die am Kesterkamp ihren Dienst tun z.B. in der Pflege, der Verwaltung und im Sozialdienst.

Festredner Pastor Manfred Schmidt zitierte eine Aufschrift aus dem Dom von Hildesheim an einer Christus-Statue mit abgeschlagenen Händen: „Christus hat keine anderen Hände als unsere Hände.“ „Liebe ist kein Tralala“, so Schmidt weiter. „Liebe ist ein konkret-praktisches Denken und Handeln hin zum Vertrauen, Wohltun, Zutrauen.“ Diesen Gedanken hatte auch Pflegedirektorin Eva Karmelita in ihrer Begrüßung erwähnt.

Die Jubiläumsmatinée wurde musikalische begleitet vom „Harmonia Duett“ mit Irina Scherbakova am Klavier und Vera Helmke (Domra).

Klaus Karwowski, Vorsitzender des Bewohnerbeirats sprach die Schlussworte und ließ nicht unerwähnt, dass das Altenheim der Evangelischen Stiftung Augusta hervorragend aufgestellt ist für die Zukunft: „Mit unserem Haus erfüllen wir sogar die verschärften Anforderungen die ab 2018 gelten werden. Die Erbauer haben damals schon sehr weit in die Zukunft geplant.“