Im Bild (von links mit Konfitüre): Birgit Schyboll, Markus Müller, Günter Klanke und Jahrespraktikantin Elena Reil.

Augusta-Mitarbeiter spenden
1.500 Euro Tombola-Erlös

Ein süßes „Vergelts Gott“ hatte Birgit Schyboll vom Kinderhospizdienst Ruhrgebiet für Günter Klanke und Marcus Müller von Betriebsrat und Mitarbeitervertretung der Augusta Kliniken Bochum parat, als die beiden in Witten, Am Herbeder Sportplatz 17, im Namen der Augusta-Mitarbeiter eine Spende von 1.500 Euro übergaben: Die Vorsitzende bedankte sich mit (von Mitgliedern) selbst gemachter Konfitüre.

Bei der schönen Summe handelt es sich um den Erlös der Tombola, die beim traditionellen Mitarbeiterfest immer tolle Preise bereit hält. Schon im Vorjahr hatte Klanke, damals noch mit Kollegin Edwige Bähnck-Kedzia, eine stolze Summe übergeben, die der Verein dringend benötigt, denn im Umkreis von rund 40 Kilometern um Witten gibt es 280 „lebensverkürzend erkrankte“ Kinder.

„Rund 40 Familien betreuen wir derzeit - und es ist keineswegs so“, erklärt Vorsitzende Birgit Schyboll, „dass wir nur in der ‚abschiedlichen Phase‘ helfen können. Ganz im Gegenteil.“ Der Verein bietet Begleitung der betroffenen Kinder, Entlastung und Lebensbegleitung für die Eltern und Geschwister. Und dies auch schon, wenn gerade die Diagnose gestellt wurde. Im Ruhrgebiet sei die Versorgung für Betroffene sehr gut. Lediglich in den Ferien gebe es Wartezeiten.

Betroffene und Angehörige freuen sich immer über ein paar unbeschwerte Stunden in geselliger Runde. „Viele Familien finden nur ganz schwer ein passendes Feriendomizil“, erläutert Birgit Schyboll. Schließlich müssen für Schwerstkranke die Umstände passen. Barrierefreiheit ist nur eines der wichtigen Themen.

Was vor Jahresfrist noch ein Traum war, ist jetzt Realität: „Wir haben ein kleines Ferienhaus in Norddeich erworben. Am 22. September waren wir mit über 60 Menschen dort“, so Schyboll, „um die Einweihung zu feiern.“ Dort gebe es aber immer noch viel zu tun.