Alternativen zur Fixierung werden dringend gesucht

Um den sogenannten „Werdenfelser Weg“ ging es bei den Altstadtgesprächen, die erstmals im Evangelischen Krankenhaus Hattingen stattfanden. Der Weg zeigt Alternativen auf für die Fixierung von Patienten, die überwiegend als freiheitsentziehende Maßnahme angesehen wird. Fixierung sei nur dann angebracht, wenn damit einer erheblichen Gesundheitsgefährdung des Patienten entgegengewirkt werde. Der Schutz vor Selbstgefährdung stehe die Freiheit des Menschen gegenüber.

Als Experten war im EvK unter anderem Betreuungsrichterin Agnes Niehues-Pröbsting (Witten) zu gast. Eva Karmelita, Leiterin des Pflegemanagements der Evangelischen Stiftung Augusta, saß als Spezialistin und gewissermaßen als Hausherrin mit auf dem Podium. EvK-Chefchirurg Helfried Waleczek sollte mit dabei sein, fehlte allerdings zu Beginn, weil er einen Notfall operierte.

Kernaussagen des Abend waren, dass man dringend Alternativen zur Fixierung brauche, dabei aber auf individuelle Lösungen setzen wolle. Dazu wird man einen Runden Tisch anstoßen, der alle betroffenen Einrichtungen einbeziehen wird.