Das Damen-Team aus Jena nimmt Dr. Waleczek in die Mitte (v.li.) :
Anja Muckenfuß, Lea Hiltmann, Anna-Lisa Mews und Bernadette Schmidt.
Iris Ehrenbrand, die an dem Projekt engagiert mitarbeitete, konnte leider nicht zur Vorstellung in Hattingen kommen.

Integrationskonzept  made in Hattingen und Jena

Bernd Baumhold von der Hattinger Volkshochschule war begeistert – und auch die versammelten Chirurgen des Evangelischen Krankenhauses Hattingen (EvK): Lea Hiltmann, Anna-Lisa Mews, Anja Muckenfuß und Bernadette Schmidt, alle Studentinnen der Friedrich-Schiller-Universität (FSU) Jena, legten in den frühen Morgenstunden ein 120 Seiten starkes Werk in drei Teilen vor, das die Integration von neuen, auch ausländischen Assistenzärzten im Ev. Krankenhaus Hattingen über ein praxisorientiertes Handbuch reglementiert und systematisiert.

So wie  Ärzte aus anderen Kulturkreisen oftmals Probleme haben, ihre Patienten zu verstehen – und umgedreht - so kann Gleiches auch für das tägliche Miteinander und die Integration in multikulturellen Teams gelten. Unter dem Arbeits-Titel „Interkulturelle Team-Entwicklung in der Chirurgie - Integration ausländischer Assistenzärzte im Ev. Krankenhaus Hattingen“ hatten sich deshalb die jungen Frauen der FSU gemeinsam mit Mitarbeitern des EvK der Aufgabe gewidmet, die Integration systematisch und strukturiert anzugehen.

„Adams APFEL – Allgemeiner PersonalFührungs- und EntwicklungsLeitfaden“, das Einarbeitungshandbuch „EvA“ sowie „M&M – Mentor und Mentee“ sind ein praktischer Leitfaden, den die Studentinnen von Professor Dr. Stefan Strohschneider exzellent erarbeitet und zu Papier gebracht haben. Strohschneider und der Hattinger Chefarzt PD Dr. Helfried Waleczek haben das Projekt angestoßen und betreut und verkürzen damit nun die Einarbeitungszeit von neuen ärztlichen Mitarbeitern ebenso wie die von Medizinern aus anderen Kulturkreisen.

Die Mentoren, die vielleicht selbst einmal „Mentees“ waren und dabei froh darüber, dass sie damals ein gestandener Kollege an die Hand nahm, können bei ihrer helfenden Tätigkeit auch schon ihre eigene Führungsqualität testen. Das Einarbeiten von Mitarbeitern aus anderen Kulturkreisen, so hatte Bernd Baumhold lächelnd festgestellt, sei im Übrigen eine Sache, die man in Hattingen sehr gut kenne. „Auf der Henrichshütte haben die das schon vor 60 Jahren gemacht.“