Augusta Akademie:
83 neue Auszubildende

Gleich zwei neue Ausbildungslehrgänge begannen im September an der Augusta-Akademie in Bochum-Linden.

Zum einem begrüßte Uwe Machleit 54 Anwärterinnen und Anwärter für den Ausbildungsberuf des staatlich anerkannten Altenpflegers. „Altenpfleger sind hochqualifizierte Pflegekräfte“, so der Fachseminarleiter, „und haben im Hinblick auf den demografischen Wandel sehr gute Zukunftsperspektiven. Vom letzten Kurs haben zum Beispiel alle ohne Probleme eine Weiterbeschäftigung gefunden.“ Und so prognostiziert er weiter: „Zukünftig wird sich der Bedarf auch beim Gehalt widerspiegeln.“

Dies sieht auch Susanne Siegert so, die Assistentin der regionalen Geschäftsführung des Evangelischen Johanneswerks Bielefeld. Seit gut einem Jahr gibt es eine Kooperation zwischen dem Johanneswerk und der Evangelischen Stiftung Augusta. Siegert wünschte allen, besonders aber „ihren“ 21 SchülerInnen, einen guten Start. „Ich selber“, so die Assistentin, „habe 1989 die Ausbildung zur Altenpflegerin im Johanneswerk gemacht und es bis heute nie bereut. Es ist ein Beruf mit Zukunft.“ Wichtig sei, dass die Azubis für alles offen sind, sich auf Neues einlassen, neugierig bleiben und ihren gesunden Menschenverstand einsetzen.

Anschließend wurden die Schülerinnen und Schüler von ihren Klassenlehrerinnen Nina Sense und Bettina Laduga begrüßt. Diese gaben erste Einblicke zum Ablauf der dreijährigen dualen Ausbildung, die sich in 2.100 theoretische und 2.500 berufspraktische Ausbildungsstunden gliedert. Dabei werden die praktischen Ausbildungsinhalte in der stationären und ambulanten Altenhilfe sowie in der gerontopsychiatrischen und geriatrischen Fachabteilungen in den Krankenhäusern der Evangelischen Stiftung Augusta vermittelt.

Gemeinsam mit Ausbildungsleiterin Annette Hipler begrüßte man auch 29 Auszubildende beiderlei Geschlechts zum Operationstechnischen Assistenten (OTA). OTAs übernehmen Aufgaben von Pflegekräften im Krankenhaus-OP. Der Weg dorthin ist allerdings ein langer. „Die Ausbildung“, so Diplom-Psychologe Uwe Machleit, „dauert drei Jahre und umfasst mindestens 1.700 Stunden Theorie und 3.400 Stunden Praxis.“ Sie erfolgt dabei konsequent auf Grundlage der Empfehlungen der Deutschen Krankenhausgesellschaft. Praxische Erfahrungen sammeln die 19 Frauen und zehn Männer auf den Stationen sowie in den Notaufnahmen, OP-Abteilungen und Zentralsterilisationen der Augusta Kliniken in Bochum und Hattingen.

Zugangsvoraussetzung für die Ausbildung sind Hauptschulabschluss in Kombination mit abgeschlossener Ausbildung, Fachoberschulreife oder eine Ausbildung zum Krankenpflegehelfer. Alternativ ermöglicht auch eine abgeschlossene Ausbildung in der Krankenpflege oder Altenpflegehilfe von mindestens einjähriger Dauer den Einstieg.

„OTAs sind enorm gefragt“, weiß Hipler, „so dass eine Weiterbeschäftigung nach der Ausbildung schon fast garantiert ist. Für solch gute Perspektiven nehmen die zwischen 18 und 32 Jahren alten Schüler auch Anfahrtswege aus Witten, Herne, Recklinghausen und sogar Siegen in Kauf.“